Freitag, vor eins ...
Unsere Seite 1 - Vorwahl ohne Länderkennung
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Wenn ich einen meiner Bekannten auf dem Mobiltelefon erreichen möchte, singt Max Raabe: "Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich." Dabei scheint es in diesem Fall absurd. Der Kollege ist Journalist. Das Handy klingelt oft und bisweilen auch recht ungelegen. Etwas anders verhält es sich beim lieben Gott.
Von Paul-Philipp Braun
Immer wieder wird er von Menschen angerufen: in Not, aus Dankbarkeit, aus Gewohnheit. Für Protestantinnen und Protestanten ist das relativ einfach. Es braucht keinen Mittler, der beim Beten und dem Gespräch mit der obersten Ebene hilft. Im Katholischen ist das manchmal etwas anders. Und nicht nur für Katholiken ist es dabei wichtig, die richtige Vorwahl zu kennen.
Johannes Lackner war Pfarrer für das österreichische Olympiateam bei den diesjährigen Winterspielen in Italien. Im Interview mit dem österreichischen Fernsehen ORF verrät der offizielle Olympiakaplan: Er habe die richtige Vorwahl zum lieben Gott. Mit der Nummer nimmt er Kontakt auf, um für Erfolge zu beten und die Sportlerin und deren Angehörige zu betreuen. Doch wie ist diese Vorwahl? Sie braucht keine Länderkennung und auch keine Null davor. Sie lautet ganz einfach und ist überdies für alle Christen und Juden gleich.
Es ist die 50.15. Die himmlische Notfallnummer verweist damit auf einen Psalm, der ganz direkt zum Kontakt aufruft und beim Anrufen helfen kann.
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