CSD-Anschlag
Notfallseelsorger weiter im Einsatz
- Foto: epd-bild/Tim Wegner
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Für viele Menschen endet der Anschlag auf den Berliner CSD nicht mit der Aufklärung des Verbrechens. Seelsorger kümmern sich weiter um Betroffene.
Berlin (epd). Auch am zweiten Tag nach dem Anschlag auf den Berliner CSD mit einer Toten und 29 teils schwer Verletzten sind Notfallseelsorger am Anschlagsort präsent. Seit 10 Uhr vormittags und bis 19 Uhr am Abend standen jeweils drei Kolleginnen und Kollegen im Berliner Tiergarten als Ansprechpartner bereit, sagte der Koordinator der Notfallseelsorge beim Erzbistum Berlin, Norbert Verse. Für Betroffene sei es wichtig, Ansprechpersonen zu haben, die zuhören, denen man seine Ängste schildern und die weitere professionelle Hilfe vermitteln könnten.
Verse zeigte sich positiv überrascht über den Zuspruch der Menschen am Ereignisort. Viele Fahrradfahrer hielten an, einige Menschen legten Blumen nieder. Auch die Polizei war mit einer mobilen Wache vertreten. In der Nacht zu Sonntag, unmittelbar nach dem Anschlag gegen 22 Uhr am Samstagabend, seien bis zum Morgen insgesamt rund 25 Notfallseelsorger und Kriseninterventionshelfer im Einsatz gewesen. Darunter waren viele Ehrenamtliche.
Seelsorge auch für Einsatzkräfte
Verse betonte, auch für diese Helfer gebe es eine Einsatznachbesprechung, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Erlebnisse zu schildern und Gefühle auszudrücken. Zu einem späteren Zeitpunkt stehe eine taktische Nachbesprechung gemeinsam mit der Polizei und der Feuerwehr an.
Bei dem Anschlag war ein Kastenwagen in eine Menschenmenge im Berliner Tiergarten gefahren. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem mutmaßlich islamistischen Motiv aus. Der mutmaßliche Täter wurde am Sonntag bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Spandau tödlich verletzt.
Autor:Online-Redaktion |
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