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Kriegsgerät in Friedensallee
- Foto: Jan Arndt
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Zum Sachsen-Anhalt-Tag in Bernburg rollten auch Bundeswehr-Panzer. Unter ihren Ketten barst mancher Pflasterstein. Egal, die Friedensallee steht sowieso vor der Sanierung, kommentierte die Stadt den Schaden.
Von Uwe Kraus
So mischte sich zum musikalischen Wohlklang das Motorheulen des militärischen Geräts. An den Ständen daneben: Bundeswehr-Jugendoffiziere, das Karriere-zentrum vom Bund und die Militärholzverwaltung. Dicht an dicht eine "Wehrgrün-Front" – wie sich die Bilder gleichen: Kinder steigen durch Panzerluken, junge Leute führen Werbegespräche, ältere pflegen Resi-Kultur.
Ich war kein Held, 18 Monate DDR-Grundwehrdienst, nicht freiwillig doppelt so viel, um sich für einen guten Studienplatz zu verbiegen. Ich habe im Bunker vorm Bildschirm gesessen, um die Jets zu beobachten, die in Hamburg aufstiegen, hatte Kratzerplatte und Quali-Spange an der Brust und träumte im Polit-Unterricht vor mich hin. "Gedient in fremden Heeren" heißt es später.
Wohl nicht nur deshalb hatte ich ein gewisses Bauch-Grummeln. Ich erinnere mich, wie Altersgefährten gemaßregelt wurden, weil sie den Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" trugen. Ist der unterdessen in der Mottenkiste gelandet, weil auch die Kirche sich heute zunehmend kriegstüchtig gebärdet? Das Schmiedefeuer glüht. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Sagt Jesus.
Autor:Uwe Kraus |

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