Freitag vor 1
Hallali im Kirchenschiff
- hochgeladen von André Poppowitsch
Morgen ist es wieder so weit: Landauf landab wird an Luthers Thesenanschlag vor 509 Jahren erinnert und kostümierte Kinder ziehen zu Halloween „Süßes oder Saures“ rufend durch die Straßen. Am 1. und 2. November feiern katholische Christen dann Allerheiligen und Allerseelen.
Von André Poppowitsch
Ein Gedenktag, der am 3. November begangen wird, rückt dabei in schnell in den Hintergrund. Oder haben Sie Hubertus von Lüttich auf dem Schirm?
Der Adlige und spätere Bischof von Lüttich und Maastricht lebte im siebten Jahrhundert und war zunächst alles andere als fromm. Vor allem die Jagd betrieb er rücksichtslos und exzessiv. Bis zu einem Tag – die Legende erzählt, dass es ein Karfreitag war. Hubertus trieb einen Hirsch in die Enge und wollte ihn erlegen. Plötzlich entflammte ein Kreuz zwischen dem Geweih des Hirschs und Hubertus hörte eine Stimme sagen: „Warum verfolgst du mich?“ Hubertus ließ seine Waffe sinken, ging in die Knie und gelobte Besserung.
In Gedenken an den Heiligen werden rund um dem 3. November Hubertusmessen bzw, Hubertusgottesdienste gefeiert. Ihren Ursprung haben sie im 19. Jahrhundert in Frankreich und Belgien, in Deutschland kam die Tradition in den 1950er Jahren auf. Musikalisch werden sie durch Jagdhornbläser gestaltet, die Altarräume der Kirche werden dabei festlich geschmückt.
Die Hubertusgottesdienste bieten eine gute Möglichkeit, die Schöpfung in den Mittelpunkt zu stellen und an die ethische Verantwortung der Jäger zu erinnern. So freue ich mich schon auf den Hubertusgottesdienst, den ich am Sonntag feiern darf. Predigen werde ich übrigens über Psalm 104, den großen Lobgesang auf Gott, der seine gute als Schöpfung weise ordnet und allen den Lebewesen ihren Platz gibt. Denn: „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ (Psalm 104, Vers 24).
Zunächst wünsche ich Ihnen jedoch viel Vergnügen bei unserer aktuellen Ausgabe.
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Autor:André Poppowitsch |

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