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Ebbe im Elbestrom
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"Es hätte so ein schöner Sommer werden können. Wenn mehr Regen gewesen wäre." Das sagen Gärtner und Landwirte, Angler und Förster, aber auch Binnenschiffer auf unseren Flüssen. Seit 2015 ist es fast jedes Jahr zu trocken und zu heiß.
Von Thomas Nawrath
Nein, das war früher nicht genau so! Da gab es mal einen besonders trockenen Sommer, etwa 1842, 1904 oder 1934. Doch seit zwölf Jahren bringt fast jedes Jahr neue Hitzerekorde. Das hat Folgen: Unser Grundwasser sinkt, Bäche und Seen trocknen aus, Waldbrände nehmen zu, und immer mehr Landkreise untersagen die Wasserentnahme.
Der Elbepegel in Magdeburg sank Mitte August auf nur noch 35 Zentimeter – Negativrekord seit Menschengedenken. Der Domfelsen ist fast ganzjährig sichtbar und zeigt bis zur Flussmitte Bewuchs von Schilf, Weiden und anderen mannshohen Pflanzen. Nur wenige Fähren haben noch die berühmte Handbreit Wasser unterm Kiel. Es ist Ebbe in der Elbe.
Doch was machen wir? Passen wir unser Verhalten an? Reduzieren wir den Wasserverbrauch? Oder lachen wir eher mit bei hämischen Sprüchen über den "angeblichen" Klimawandel? Glauben wir, dass der weltweite Temperaturanstieg einfach aufhört? Sollten wir nicht klüger sein und die Fakten beachten?
Auch ein Blick in die Bibel kann helfen: Bereits im ersten Kapitel fordert Gott die Menschen auf, seine Schöpfung zu bewahren. Weil alles "sehr gut" war.
Autor:Thomas Nawrath |
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