Friedensethik

Beiträge zum Thema Friedensethik

Aktuelles

Kritik an EKD-Denkschrift
Kramer: Rechtsordnung nicht über den Haufen werfen

Uelzen (idea) – Der EKD-Friedensbeauftragte, Landesbischof Friedrich Kramer (Magdeburg), hat die Darstellung des Pazifismus in der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kritisiert. Er äußerte sich auf einem dreitägigen Friedenskongress unter dem Motto „Böse von Jugend auf – Realismus in der Friedensfrage“ im Tagungszentrum „Woltersburger Mühle“ (Uelzen), an dem rund 50 Personen teilnahmen. Die Denkschrift wurde im November 2025 auf der EKD-Synode in Dresden...

  • 12.03.26
Blickpunkt

Kommunikationsexperte zur Friedensschrift
Vowe: Wort der Kirche verpufft

«Gegen Null» seien die Chancen der evangelischen Kirche, dass ihre neue Friedensdenkschrift bei einem breiten Publikum ankommt, sagt der Kommunikationswissenschaftler Vowe. Diese sei ein «Monolog», ein wirklicher Austausch sei unerwünscht. Landau (epd). Die neue Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche erreicht nach Einschätzung des Düsseldorfer Kommunikationswissenschaftlers Gerhard Vowe die breite Öffentlichkeit nicht. Das Dokument sei ein schwer verständlicher «Monolog der Kirche» und...

  • 02.02.26
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Blickpunkt

Podcast mit Friederike Spengler und Michael Roth
Rechtmäßig Kriege führen?

Zwei Lebenswege, zwei Überzeugungen, ein gemeinsames Ringen: In diesem von Akademiedirektor Dr. Sebastian Kranich moderierten Streitgespräch treffen die Regionalbischöfin Dr. Friederike Spengler und der frühere Staatsminister für Europa Michael Roth aufeinander. Ausgangspunkt ist ein unscheinbarer, aber brisanter Satz in Artikel 16 der Confessio Augustana, der „rechtmäßige Kriege“ für erlaubt hält – ein Bekenntnissatz, der bis heute Ordinationen mitträgt. Von dort aus öffnet sich ein...

Aktuelles
EKD-Synodale Friederike Spengler hat die neue Friedensdenkschrift scharf kritisiert. Insbesondere zwei Punkte trieben sie besonders um, sagt die Regionalbischöfin der EKM: Die Fragen zum Thema der atomaren und nuklearen Bewaffnung sowie die Haltung der Denkschrift zum Pazifismus. | Foto: epd-bild/Paul-Philipp Braun
4 Bilder

Kritik an Friedensdenkschrift
Friedensethik am Kipppunkt

Die EKD-Synodale Friederike F. Spengler hat die neue Friedensdenkschrift scharf kritisiert. Bei der Synode in Dresden forderte die Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland eine Fortentwicklung des Papiers. Warum die Haltung der Denkschrift zum Pazifismus der Kirche nicht gut zu Gesicht steht, erklärt sie im Gespräch mit Beatrix Heinrichs. Sie haben eine Überarbeitung der Friedensdenkschrift angeregt. Ihr Antrag aber blieb erfolglos. Wie gehen Sie damit um? Friederike F....

  • 18.11.25
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Blickpunkt

Kommentiert
Mehr Bergpredigt, bitte!

Von Ulrich Kasparick "Wir haben das Evangelium der Bergpredigt zu verkünden. Wir sind nicht die Lautsprecher der Regierung!" Diese Worte von Altbischof Dr. Werner Krusche klingen in mir, während ich das sehr ärgerliche friedensethische Papier aus Dresden lese, das in ganzen Abschnitten aus dem Bundesverteidigungsministerium stammen könnte. Die Bundesrepublik erlebt gerade das gewaltigste Aufrüstungsprogramm ihrer Geschichte. Die Armee soll alles bekommen, „was sie braucht“. Deutschland soll...

  • 13.11.25
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BlickpunktPremium

Zwischen Pazifismus und Verteidigungsfähigkeit
Die neue Friedensdenkschrift der EKD

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Russland führt einen Angriffskrieg in Europa, Israel und Gaza versinken in Gewalt, in Afrika breiten sich neue Konflikte aus. Gleichzeitig bedrohen Desinformation, Cyberangriffe und der Klimawandel die Stabilität ganzer Gesellschaften. Inmitten dieser globalen Verwerfungen legt der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine neue Friedensdenkschrift vor: „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer...

  • 11.11.25
AktuellesPremium

Kein Bedürfnis nach Einstimmigkeit
EKD-Synode: Neues Papier zur Evangelischen Friedensethik vorgestellt

Mit Spannung ist die neue EKD-Friedensdenkschrift erwartet worden. Bei der Tagung der EKD-Synode wurde sie vorgestellt. Mit dem Friedensbeauftragten des Rates der EKD, Landesbischof Friedrich Kramer, sprach Willi Wild. Warum haben Sie nicht an der Friedensdenkschrift mitgeschrieben? Friedrich Kramer: Das ist generell nicht üblich, dass leitende Geistliche in den sogenannten Kammern der EKD, also den „Denkfabriken“, mitwirken, wo die Grundlagentexte entstehen. Es gab eine Redaktionsgruppe unter...

  • 10.11.25
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BlickpunktPremium

Friedensdenkschrift der EKD
Streitlinien und Kontroversen

Am 10. November wird bei der Synode in Dresden die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlicht – ein Dokument, das in kirchlichen und gesellschaftlichen Kreisen mit Spannung erwartet wird. Noch bevor der vollständige Text vorliegt, lassen sich bereits zentrale Konturen und Kontroversen erkennen. Von Helmut Frank Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), hatte bereits beim Johannisempfang der EKD Ende Juni in Berlin...

  • 10.11.25
AktuellesPremium

Friedensdenkschrift der EKD
Die Welt in Aufruhr

Eine neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland wirft mehr Fragen auf, als dass sie Antworten gibt. Von Bettina Röder Es ist kurz vor acht Uhr an der Kasse einer EDEKA-Filiale nahe Schwerin. Ich bin mit der Kassiererin allein, da bricht es ungefragt aus ihr heraus: „Ich bereue es zutiefst, sagt sie, zwei gesunde Jungen in die Welt gesetzt zu haben.“ Ich schaue sie verblüfft an. Die Erklärung folgt prompt: „Weil nun die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass sie später in den...

  • 10.11.25
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