Sachsen
Fusion der kirchlichen Akademien verschiebt sich
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Die kirchlichen Akademien in Sachsen wollen künftig in einer gemeinsamen Einrichtung arbeiten. Der Zusammenschluss ist erst einmal verschoben. Grundsätzlich wird jedoch an dem Vorhaben festgehalten.
Dresden (epd). Die Fusion der katholischen Akademie und der evangelischen Akademie in Sachsen verzögert sich weiter. Grund dafür sei die aktuelle Vakanz des Bischofsamtes des Bistums Dresden-Meißen, teilten die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das Bistum in Dresden mit. Der bisherige sächsische katholische Bischof Heinrich Timmerevers hatte Anfang September seinen Rücktritt erklärt. Bis zur Wiederbesetzung des bischöflichen Stuhls sei nun die Fusion der Bildungseinrichtungen aufgeschoben.
An der Kooperation beider Akademien sowie „an dem begonnenen gemeinsamen Weg wird vollumfänglich festgehalten“, hieß es. Nach Jahrzehnten der wachsenden Säkularität im Osten Deutschlands zeige sich „die drängende Notwendigkeit, als Christinnen und Christen in ökumenischer Verbundenheit kirchliche Bildung und den gesellschaftlichen wie kirchlichen Dialog zu stärken“.
Kräfte angesichts knapper Kassen bündeln
Angesichts geringer werdender Ressourcen gelte es, die Kräfte zu bündeln und neu zu gestalten, hieß es. Zunächst war die Fusion der beiden Akademien für Anfang 2026 angekündigt, später für Ende des Jahres. Laut Bistum kann die Wiederbesetzung des Bischofsamtes bis zu einem Jahr dauern.
In Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg evangelische Akademien gegründet, um die Rolle der Kirchen in der NS-Zeit aufzuarbeiten und um beim Aufbau einer demokratischen Gesellschaft mitzuwirken.
Autor:Online-Redaktion |

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