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Die Entdeckung der Hypersensibilität

Zwischen Reizüberflutung und Rückzug: Lange wurden Autisten als empathielos angesehen. Bis ein renom­mierter Hirnforscher einen autistischen Sohn bekam und versuchte die Ursachen zu entschlüsseln.

Von Nora Frerichmann

Der Straßenverkehr dröhnt in den Ohren wie kreischender Fluglärm. Lichter blenden wie Hochleistungsscheinwerfer. Die Gespräche der Menschen ergeben einen Wirrwarr aus Wortfetzen. Eindrücke, die den meisten Menschen kaum auffallen, werden von vielen Autisten sehr intensiv wahrgenommen.
Zu der Erkenntnis der Hypersensibilität von Autisten war es allerdings ein langer Weg. »Seit 60 Jahren wird behauptet, Autisten haben keine Gefühle, keine Empathie«, so der israelische Hirnforscher Henry Markram.

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Online-Redaktion aus Weimar

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