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Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld
Begegnungsstätte bleibt erhalten

Schwarzenshof bei Rudolstadt | Foto: Sabine Bujack
  • Schwarzenshof bei Rudolstadt
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Der Schwarzenshof bei Rudolstadt soll wieder ein geistlicher Bildungs- und Begegnungsort werden. Die Hoffnungsträger Stiftung übernehme das traditionsreiche Anwesen zwischen Rudolstadt und Bad Blankenburg, teilte die Stiftung, die ihren Sitz in Leonberg bei Stuttgart hat, mit.

Von Matthias Thüsing

Geplant sind ab Herbst 2026 ein Freizeitbetrieb, eine Bibelschule und Tagungsangebote. Damit will die Stiftung an die lange geistliche und pädagogische Geschichte des Hauses anknüpfen.

Betrieben werden soll der Standort künftig durch „Jugend mit einer Mission“ Deutschland, kurz JMEM. Die Hoffnungsträger und JMEM verbinde eine gemeinsame Wertebasis sowie der Wunsch, den Schwarzenshof wieder zu einem Ort der Begegnung, Bildung und geistlichen Orientierung zu machen, heißt es in der Mitteilung der Stiftung. „Der Schwarzenshof war für viele Generationen ein Ort geistlicher Heimat. Diesen Geist möchten wir bewahren und zugleich in die Zukunft führen“, sagt Oliver Konanz, Generalbevollmächtigter der Hoffnungsträger Stiftung.

1923 übernahm die Methodistische Kirche Berlin das 23 Hektar große Anwesen zwischen Rudolstadt und Bad Blankenburg. Es umfasst mehrere Gebäude, Streuobstwiesen, einen eigenen Friedhof sowie eine Kapelle, die aus einem ehemaligen Backhaus hervorgegangen ist. Über Jahrzehnte wurde das Haus als Altersheim von Diakonissen geführt, die zugleich Übernachtungen anboten. Daraus entwickelte sich die Begegnungs- und Bildungsstätte, die zu DDR-Zeiten um ein Bettenhaus mit Seminarräumen erweitert wurde.

Als in den 1990er-Jahren die Zukunft der Einrichtung auch an der Wirtschaftlichkeit gemessen werden musste, wurde ein Förderverein gegründet. Zum Jahresende 2024 musste die Begegnungsstätte schließen. Grund hierfür waren laut der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), die das Haus zuletzt genutzt hatte, wirtschaftliche Zwänge. Bereits vor der Coronapandemie hätte sich abgezeichnet, dass das Anwesen eine größere Transformation benötigte, wenn der Gästebetrieb fortgeführt werden sollte, erklärte die EMK damals. Zuletzt bot das Haus Platz für bis zu 110 Gäste in Ein- bis Vierbettzimmern und Ferienwohnungen.

(epd/red)

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Online-Redaktion

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