Neuer Studiengang gestartet
"Jüdische Soziale Arbeit"
- Die Alte Synagoge in Erfurt
- Foto: epd-bild/Paul-Philipp Braun
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Erfurt. Ein neuer Kooperationsstudiengang „Jüdische Soziale Arbeit“ in Erfurt vermittelt Studierenden grundlegende Kompetenzen im Bereich der Sozialen Arbeit und der jüdischen Religion. Aktuell nutzten 29 Studierende das bereits seit Januar bestehende gemeinsame Angebot der Fachhochschule Erfurt und der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, hieß es Anfang September anlässlich des offiziellen Starts des Studiengangs im Thüringer Landtag. Der berufsbegleitende Studiengang sei bundesweit einzigartig.
Die Studentin Hanna Veiler hob hervor, dass Soziale Arbeit und jüdische Werte Hand in Hand gehen müssten. Für den Rektor der Heidelberger Hochschule, Andreas Brämer, unterstreicht die Kooperation mit der Fachhochschule Erfurt die Bedeutung seiner Einrichtung als akademische Ausbildungs- und Forschungsstätte. Thüringens Landtagspräsident Thadäus König (CDU) erinnerte an die besondere Situation vieler älterer Jüdinnen und Juden in Deutschland. Sie benötigten im Alltag Sensibilität, Respekt und Verständnis für ihre Lebenserfahrungen. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nannte die Einrichtung des Studiengangs ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit jüdischen Lebens in Deutschland, das die jüdischen Gemeinden und die Demokratie insgesamt stärke.
Das Bachelor-Studium richtet sich vor allem an Mitglieder von jüdischen Gemeinden in Deutschland. Es soll diese auf die Arbeit in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens, in Jugendverbänden, in jüdischen Gemeinden oder in Bildungsinstitutionen vorbereiten. Berufliche Einsatzmöglichkeiten nach erfolgreichem Abschluss bieten sich den Angaben zufolge etwa auch als Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge in den Gemeinden. Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ist eine 1979 gegründete private, staatlich anerkannte Hochschule in Heidelberg. Sie wird vom Zentralrat der Juden getragen und durch Bund und Länder finanziert.
(epd)
Autor:Online-Redaktion |
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