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Offen für Demokratie
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Der 18. März ist der Tag der Mainzer Republik 1793, der Revolution von 1848 und der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR 1990 – ein deutsches Datum. Gefeiert wird erstmals mit einem "Tag der Demokratiegeschichte" – an 250 Orten bundesweit.
Von Beatrix Heinrichs
In Eisenach steht das Wartburgfest von 1817 im Mittelpunkt von Führungen und Vorträgen. In Bernburg wird im Stadtpark eine Gedenktafel enthüllt und an den „Bernburger Bürgermord“ erinnert. Es gibt Spaziergänge in Weimar und Zeitzeugengespräche zur Friedlichen Revolution in Leipzig.
Gotteshäuser unter den Veranstaltungsorten aber sucht man in dem Programm vergebens. Dabei gilt gerade Kirche als Lernort der Demokratie. Unter ihrem Dach trafen sich in der DDR Friedens- und Umweltgruppen. Das Engagement, das hier wachsen konnte, sollte später zu einer wichtigen gesellschaftlichen Kraft werden.
Die Kirchen als Demokratieorte sichtbar zu machen, ist eine Chance. Zumal Gemeinden vielerorts um den Erhalt ihrer Gebäude kämpfen oder nach neuen Nutzungsmöglichkeiten suchen (Seite 9). Orte erlangen ihre Bedeutung auch über die Geschichten, die wir mit ihnen in Verbindung bringen. Öffnen Sie Ihre Kirche, laden Sie die Menschen aus dem Dorf oder dem Stadtteil ein, teilen Sie Ihre Erinnerungen, Glaubenserfahrungen, Zukunftsvisionen und machen Sie Ihre Kirche am 18. März zu einem Demokratieort!
Autor:Beatrix Heinrichs |
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