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Mampf statt Kampf
- Peter Herrfurth
- Foto: Katrin Wiegand
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„Ohne Mampf kein Kampf“ steht auf der Pizzabox. Es ist eine Werbeaktion der Bundeswehr. Sie hat kostenlos hunderttausende bedruckte Pizzakartons, Dönerschachteln und Popcorntüten an Imbissläden verschenkt.
Von Peter Herrfurth
Geschätzte Kosten: 200 000 Euro. Die Bundeswehr sucht Nachwuchs und bietet Berufschancen.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht das kritisch. Sie unterstützt die Kampagne „Unter 18 nie“ und fordert, dass junge Menschen nicht als Zielgruppe für die Werbung der Bundeswehr herhalten dürfen.
Denn es sind grundlegende Lebensentscheidungen. Da muss man von verschiedenen Seiten schauen, nicht nur durch die Armeebrille. Ich finde die Kampagne mit Fastfood-Verpackungen nicht nur geschmacklos, sie ärgert mich. Dabei geht es mir gar nicht um die Frage, wie verteidigungsfähig wir sein müssen. Sie banalisiert mit Sprüchen wie: „Hast du auch viel drauf?“. Es ist die einseitige Beeinflussung junger Menschen, ohne klar die Konsequenzen zu zeigen. Auf Zigarettenschachteln steht: „Rauchen tötet“. Auf Dönerschachteln: „Durchbeißen“.
Im Ernstfall geht es nicht um Mampfen und Durchbeißen, sondern um Leben und Tod. Es geht um körperliche und seelische Verletzungen. Das ist der Preis für den Dienst – sei es im Verteidigungsfall oder bei Auslandseinsätzen.
Der Autor ist Landesjugendpfarrer der EKM.
Autor:Online-Redaktion |
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