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Kramer kritisiert AfD-BSW-Antrag
- Landesbischof Friedrich Kramer
- Foto: epd-bild/Maike Glöckner
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Magdeburg. Mit den Stimmen von AfD und BSW hat der Landtag von Sachsen-Anhalt ein sofortiges Ende sämtlicher Ukraine-Hilfen verlangt. Ein entsprechender Antrag mit dem Titel „Friedensgespräche statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine“ wurde in einer außerordentlichen Sitzung mehrheitlich angenommen.
Der mitteldeutsche Landesbischof und EKD-Friedensbeauftragte Friedrich Kramer hat den Antrag kritisiert. Er vermisse die Suche nach einem gerechten Frieden, der auch das Leid der Menschen im Land nicht vergesse. Zudem sei die Frage nach Frieden in der Ukraine ein bundespolitisches Thema. Mit dem Antrag täuschten die betreffenden Parteien vor, dass Sachsen-Anhalt in dieser Frage Entscheidungen treffen könne, erklärte Kramer. So werde zwar die "Friedenssehnsucht" der eigenen Wählerschaft bedient, den Menschen jedoch gleichzeitig etwas vorgemacht.
Die evangelische Kirche setze sich für einen gerechten Frieden ein. Friedensinitiativen, die einseitig die russische Position vertreten, verschrieben sich hingegen einem egoistischen Frieden.
(red/epd)
Autor:Online-Redaktion |

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