Synode in Anhalt
Diskussionen über Zukunftsstrategie
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Mit dem im Herbst beschlossenen Strategiepapier "Anhalt 2035" der Evangelischen Landeskirche Anhalts wurden Veränderungen angestoßen. Viele Gemeinden befürchten, Einfluss zu verlieren.
Dessau-Roßlau (epd). Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche Anhalts hat den im Herbst begonnenen Strategieprozess „Anhalt 2035“ diskutiert. Bei fünf Regionalforen sei durchaus Kritik geäußert worden, etwa beim geplanten Gebäudemanagement, sagte der kommissarische Synodenpräses Jan Brademann am Freitag in Dessau-Roßlau. Während die Strategie die Gemeinden von Aufgaben zum Erhalt von Gebäuden entlasten wollte, gebe es vor Ort vielfach „Sorgen, auf Entscheidungen keinen Einfluss mehr zu haben.“
Ein bisweilen „überambitionierter Zeitplan“ habe bei manchen das Gefühl geweckt, „an einem ganz zentralen Punkt kirchlichen Lebens überrumpelt zu werden“. Dass Kirchen nicht nur für die Gemeindemitglieder, sondern auch darüber hinaus eine wichtige Identitätsfunktion haben, sollte im weiteren Reformprozess stärker berücksichtigt werden. „Die Kirche im Dorf geht alle an“, sagte Brademann. Am Samstag wird die Synode ausführlicher über den Umgang mit Kirchenimmobilien beraten.
Weiterer Austausch ist für Gemeinden wichtig
Die Gemeinden forderten ein, im weiteren Reformprozess einbezogen und informiert zu werden, hieß es. „Es war enorm wichtig, dass wir miteinander ins Gespräch gekommen sind“, sagte der amtierende Präses. Auch künftig sollen die regionalen Gesprächsformate mit Vertretern der Kirchenleitung sowie weiteren Experten durchgeführt werden.
Zugleich sollten unstrittige Fragen des Reformprozesses zügig umgesetzt werden, kündigte Brademann an. So werde die Synode am Samstag über ein Erprobungsgesetz beraten und beschließen, welches bestehende Hürden des kirchlichen Regelwerks beseitigen könnte.
Autor:Online-Redaktion |
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