Nachgefragt
Der Blick nach Osten
- Leipziger Universitätskirche: Die Sprengung beendete 1968 in Sekunden die 737 Jahre alte Geschichte des Kirchenbaus.
- Foto: epd-bild/Peter Krebs
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Wie haben Kirchen ihre Geschichte nach 1989 erzählt – und wie ist sie aufgearbeitet worden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine internationale Tagung in Halle. Beatrix Heinrichs hat mit Friedemann Stengel, Professor für Neuere Kirchengeschichte an der Universität Halle, gesprochen.
Die Deutungshoheit über die Rolle der Kirchen in der Diktatur ist umkämpft. Woran liegt das?
Friedemann Stengel: Deutungsnarrative sind nie klar. Das liegt in der Natur der Geschichte – und ist ernüchternd für Menschen, die glauben, man könne einen Konsens darüber erzielen, wie Geschichte erzählt wird. Es geht nicht um Erinnerungskultur, sondern um Gedächtnispolitik und wie sie besetzt wird. Die Tagung ist eine Bestandsaufnahme, die es so noch nicht gegeben hat.
Autor:Beatrix Heinrichs |

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