Würdigung

Beiträge zum Thema Würdigung

Feuilleton
Verlieh Flügel: So wie dieses zerlesene Heft unseres G+H-Redakteurs Harald Krille werden die meisten Exemplare des 1973 bei Reclam Leipzig 
in einer Auflage von 15 000 Stück erschienenen Gedichtbandes »Brief mit blauem Siegel« ausgesehen haben. Innerhalb von Stunden war die Auflage seinerzeit vergriffen; wer das Büchlein besaß, schrieb es mit einer Erika-Schreibmaschine für Freunde mit Durchschlägen ab. Kunze erfasste mit seinem Buch die Seele einer ganzen, zwischen 1950 und 1960 geborenen Generation in der DDR.
2 Bilder

Sensibler Zeitzeuge

Es ist ruhig geworden um den Dichter. Doch vergessen ist Reiner Kunze nicht. In der  deutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg stehen seine Werke als einzigartige Zeugnisse von Befindlichkeiten  im geteilten Deutschland. Am 16. August wurde er 85. Von Thomas Bickelhaupt Das Reclam-Bändchen »Brief mit blauem Siegel« war einst der erfolgreichste Lyriktitel in der DDR. Auf den rund 130 Seiten des mittlerweile vergilbten Taschenbuchs offenbart Reiner Kunze seine Sicht auf ganz alltägliche...

  • 23.08.18
  • 8× gelesen
Kirche vor Ort
Ein gutes Team: Kirchenpräsident Joachim Liebig (links) und der Präses der Landessynode Anhalts, Andreas Schindler.

Ein Hinhörer mit Fantasie und Humor

Kirchenpräsident Joachim Liebig zum 60. Geburtstag Von Manfred Seifert, Oberkirchenrat i.R. In der Hand halte ich die Einladung zum 60. Geburtstag von Kirchenpräsident Joachim Liebig. Und als erstes lese ich »Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben.« (Römer 1,16). Ja, es stimmt, wir haben in Anhalt einen »un-verschämten« Kirchenpräsidenten. Und das ist ein Segen. Solche Menschen wie ihn brauchen wir hier in unserer Gegend....

  • Dessau
  • 23.02.18
  • 26× gelesen
Feuilleton

Deine Augen werden sehen

Erinnerung: 100. Geburtstag von Altbischof Werner Krusche Von Jörg Uhle-Wettler Als Werner Krusche seine Lebenserinnerungen sortieren wollte, habe ich es als große Ehre empfunden, dass er mich bat, ihm zu helfen. Nicht ahnend, in welche Tiefen es gehen würde. Viele Monate haben wir gebraucht. Am Ende stand die Frage, wie wir das Buch nennen, das knapp 400 Seiten Umfang hat und niemanden kaltlässt, der es liest. Werner Krusche wollte: »Weg hast Du aller Wegen« von Paul Gerhardt. Sein erster...

  • Magdeburg
  • 22.11.17
  • 14× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.