Predigttext
Vorzeichen: Liebe
- hochgeladen von Mirjam Petermann
Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.1. Johannes 5, Vers 13
Von Laura-Christin Krannich
Nur dass Ihr’s wisst: Euch ist ewiges Leben geschenkt! Ich sag’s nochmal, damit es nicht untergeht zwischen den Jahren. Bekanntlich braucht eine Nachricht Boten, die sie überbringen. Weihnachten tun das die Engel. Sie verkünden die Frohe Botschaft und liefern den Kontext zum Verstehen der Geschichte. So wird aus dem unehelichen Kind der Gottessohn und aus dem ärmlichen Stall die Keimzelle des Friedens auf Erden.
Aus dem ersten Johannesbrief erreicht uns nun mitten in der Weihnachtszeit eine österliche Nachricht. Aber hat die eine Chance durchzudringen? Studien legen nahe, dass Menschen intensiver auf schlechte Nachrichten reagieren als auf gute. Möglicherweise war das für unsere Vorfahren nützlich. In einer vernetzten Welt mit hoher Erreichbarkeit kann es indes zum Problem werden.
Die meisten Nachrichten nehme ich heute auf meinem Handy entgegen. Wenn es summt, dann sind es oft Mails oder Erinnerung, die mich zu Aufgaben animieren. Nicht selten sind es auch schlechte Nachrichten aus aller Welt. Aber immer wieder gibt es auch Grund zur Freude: Wenn plötzlich und unverhofft doch Gutes geschieht, weil die syrischen Foltergefängnisse befreit wurden. Wenn meine Freundin mir ein Bild meiner kleinen Patentochter schickt. Und manchmal auch nur, weil eine neue Folge meines Lieblingspodcasts angekündigt wird. Das stellt die kommenden Stunden und Nachrichten unter ein anderes Vorzeichen.
Nun versucht der erste Johannesbrief, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen und unser Welt- und Lebensverständnis in anderes Licht zu rücken: Ich schreibe, um Euch zu sagen, dass Ihr keine Angst vor dem Tod haben müsst, weil der nicht das letzte Wort hat. Christus ist zu Euch gekommen. Noch sehen wir ihn in der Krippe liegen, doch bald wird er sich aufmachen und durch die Lande ziehen. Jesus wird von einer anderen Welt erzählen. Jesus wird Menschen ansehen in ihrer Not. Jesus wird uns ermutigen, Ungerechtigkeit nicht hinzunehmen.
Wer sich daran erinnert, immer wieder, öffnet das Herz für Glaube, Liebe und Hoffnung. Und mit diesen Vorzeichen lesen sich alle Nachrichten dieser Welt anders. Wie gut also, dass es noch einmal jemand sagt am Beginn dieses Jahres!
Autor:Online-Redaktion |

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