Menschen der Woche
Peter Hähne fordert: Auf Kirchensteuer verzichten

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Die SPD-Nachwuchspolitikerin und Influencerin Lilly Blaudszun spricht in den sozialen Medien über ihren Glauben. „Der Glaube ist meine Basis, ohne ihn würde mein Leben so nicht funktionieren“, so die 18-jährige Jura-Studentin. In einem Interview hat sie die Kirche auch schon mit ihrer Partei verglichen: „Mit der Kirche ist es ein bisschen wie mit der SPD“, so Blaudszun. „Die Grundidee, dass dir jemand zur Seite steht, egal wie schlecht es dir geht, finde ich super. Nur sollte man diese Grundidee langsam mal ins 21. Jahrhundert schubsen.“

Bestseller-Autor Peter Hahne fordert von den Kirchen für begrenzte Zeit auf die Kirchensteuer zu verzichten. „Ohne Leistung kein Geld, so schlicht ist das“, so der 67-Jährige. „Ich spende gerne für Gemeinden, die in diesen Zeiten rastlos voller Ideen bei den Menschen waren. Doch eine Organisation, die einfach den Schlüssel rumdreht und sich damit für überflüssig erklärt, ist mir keinen Cent mehr wert“, erklärt er. Man habe den Eindruck, als sei das Problem der Kirchen die Masse. "In vielen Gotteshäusern habe der Gläubige ohnehin statistisch gesehen eine Bank für sich." Dass die Kirchen nun geöffnet werden, hat laut Hahne eine einfache Erklärung: „Die nackte Angst, dass Steuerzahler merken, dass es auch ohne geht.“

Pop-Star Lady Gaga hat bei einem virtuellen Benefizkonzert auf die Kraft des Gebets verwiesen. „Ich bete für die, die krank sind, und für die, die ihren Job verloren und nun Schwierigkeiten haben, genug Essen für ihre Kinder auf den Tisch zu bringen.“ Unter dem Motto „One World: Together at Home“ gaben Weltstars Wohnzimmer-Konzerte und sammelten etwa 35 Millionen Euro Spenden für medizinische Hilfsorganisationen und die WHO.

Soziologe Heinz Bude sieht in der Corona-Krise eine "weltgeschichtliche Zäsur". "Es gibt eine grundsätzliche Veränderung von Werten, von Vorstellungen der politischen Organisationen und von individuellen Verhaltensorientierungen", so Bude, der die Bundesregierung zu Covid-19 berät. Die Erfahrung der individuellen Verwundbarkeit führe zu mehr Solidarität. "Wir werden zu einer neuen Form der sozialen Marktwirtschaft finden", so der 66-Jährige.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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