Volksinitiative
Schweizer lehnen Dienstpflicht für Frauen ab
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Eine Schweizer Volksinitiative wollte Frauen für einen Dienst in der Armee oder im zivilen Bereich verpflichten. Das Vorhaben wurde abgelehnt.
Genf/Bern (epd). Bei einer Volksabstimmung in der Schweiz am Sonntag ist ein nationaler Dienst für alle Bürgerinnen und Bürger laut Hochrechnungen abgelehnt worden. Den vom Sender SRF veröffentlichten Zahlen zufolge sagten 84 Prozent der Stimmberechtigten Nein zu dem Plan.
Nach den Plänen der Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz» sollten junge Frauen und Männer künftig einen Einsatz in der Armee oder in einem zivilen Ersatzdienst leisten. Die Initiative wollte sicherstellen, dass Armee und Zivilschutz stark bleiben und sie um «frische Kräfte» ergänzen. So bleibe die Schweiz «krisenfest» in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen wie in Osteuropa. Alle Frauen und Männer sollten Verantwortung übernehmen.
Die Regierung des neutralen Landes, der Bundesrat, empfahl den Schweizern, mit Nein zu stimmen. Der Bürgerdienst für alle würde hohe direkte und indirekte Kosten für den Bundesstaat, die Kantone und die Wirtschaft verursachen.
In der Schweiz besteht eine nationale Dienstpflicht nur für Männer, die zwischen der Armee und zivilen Tätigkeiten wählen können. Frauen haben die Möglichkeit, freiwillig in die Armee einzutreten oder Zivildienst zu leisten. Die Schweizer Armee hat einen Sollbestand von 100.000 Soldaten.
Autor:Online-Redaktion |
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