Libanon-Krise
Kirchliche Initiativen fordern mehr Engagement

Verladen von Hilfsgütern im Logistikzentrum vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) am Flughafen Berlin-Schönefeld  | Foto:  epd-bild/Christian Ditsch
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Mehrere Organisationen fordern von der Bundesregierung mehr diplomatischen Druck und eine stärkere humanitäre Hilfe in der Libanon-Krise. Deutschland soll die Deeskalation vorantreiben und sich für den Schutz der Zivilbevölkerung einsetzen.

Erfurt (epd). Organisationen aus Kirche und Zivilgesellschaft haben sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt und ein stärkeres Engagement angesichts der eskalierenden Krise im Libanon gefordert. Hintergrund ist die anhaltende Gewalt zwischen Israel und der Hisbollah sowie die sich verschärfende humanitäre Lage im Land. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die Nahosthilfe der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), die Evangelische Gemeinde zu Beirut sowie mehrere Netzwerke und Fördervereine mit engen Verbindungen in den Libanon.

Nach Angaben der Verfasser sind in dem Konflikt bereits rund 1.500 Menschen getötet worden, mehr als eine Million Menschen auf der Flucht, darunter hunderttausende Kinder. Auch Hilfskräfte und medizinisches Personal seien zunehmend Angriffen ausgesetzt. Lokale Initiativen, darunter auch kirchliche Einrichtungen, leisteten zwar Hilfe, seien jedoch angesichts des Ausmaßes der Krise überfordert.

Die Unterzeichner zeigen sich zugleich besorgt über die politische Instabilität im Libanon. Sowohl militärische Aktionen Israels als auch das Vorgehen der Hisbollah gefährdeten die staatliche Souveränität und den inneren Frieden des Landes.

Von der Bundesregierung fordern die Organisationen unter anderem eine klare völkerrechtliche Bewertung der Kampfhandlungen, eine restriktivere Rüstungsexportpolitik sowie verstärkte diplomatische Bemühungen für eine Waffenruhe. Zudem sprechen sie sich für mehr Unterstützung humanitärer Hilfe und den Wiederaufbau sowie für den Schutz der Zivilbevölkerung aus.

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