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Singt ein Lied, das euch gefällt
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Von Claudia Crodel
Was wird uns das neue Gesangbuch bringen? Eine Frage, bei der man nicht nur an das Buch denken darf, das seit rund 30 Jahren in unseren Kirchen ausliegt, denn es entsteht wirklich etwas Neues: Natürlich wird es ein gedrucktes Liederbuch geben. Doch das ist nicht alles: Damit es innovativ für Gegenwart und Zukunft aufgestellt ist, wird es eine digitale Version mit sehr viel mehr Liedern und Materialien geben – erstellt für die, die die Lieder musizieren wollen. Es ist eine Datenbank, die Veränderungen und Ergänzungen zulässt, viel schneller, als man ein gedrucktes Buch entwickeln kann. Erstmals sind unter anderem durch die Erprobungsphase Kirchengemeinden in die Entstehung eines Gesangbuches einbezogen.
Viele Menschen haben Bedenken bei Veränderungen, das ist verständlich. Doch in einer Zeit, wo die Mitgliederzahlen sinken, muss Kirche neu denken, um die Menschen zu erreichen. Auch Kirchenmusik kann dazu beitragen, indem sie auf den Wunsch nach moderneren Klängen reagiert. Das heißt nicht, dass man die alten Lieder nicht mehr singen sollte. Niemand wird ja gezwungen, etwas zu singen, was er nicht will. Im neuen gedruckten Exemplar werden etliche Lieder fehlen, aber man kann auch neue entdecken. Mit dem digitalen Angebot entsteht eine Weite und Freiheit der Liedauswahl, die es so noch nie gab. Das ist gut so: Jeder soll Kirchenlieder finden, mit denen er sich identifizieren kann.
Autor:Online-Redaktion |
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