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Es ist doch nicht Friede
- hochgeladen von Beatrix Heinrichs
Wer sollte etwas gegen eine Friedensinitiative haben? Wir als Christen schon gar nicht. Nichts wünscht man sich sehnlicher als einen Plan, der zum Ende des Blutvergießens und Tötens in der Ukraine führt.
Von Willi Wild
Christliche Friedensethik blendet keine Realitäten aus. Das wird auch im diesjährigen Motto der Ökumenischen Friedensdekade deutlich, die am 8. November startet: „couragiert widerständig“.
Ein Schein-Frieden allerdings, der das Recht des Stärkeren zementiert, widerspricht der biblischen Botschaft. Christliche Friedensverantwortung entlarvt populistische Schaufensteranträge als das, was sie sind: eine moralische Bankrotterklärung.
Wenn AfD und BSW im Magdeburger Landtag einen Antrag verabschieden,
der durch den Stopp von Ukraine-Hilfen Friedensgespräche erzwingen will, entstünde allenfalls ein Diktatfrieden zu den Bedingungen Moskaus, der das Unrecht legitimiert und die Sünde der Aggression verschleiert.
Damit würde jene moralische Kosmetik betrieben, die schon der Prophet Jeremia verurteilte: „Sie heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: ,Friede! Friede!‘, und ist doch nicht Friede.“ (Jeremia 6,14).
Auch wenn es in der gegenwärtigen Politik keine Rolle spielt: Göttlicher Friede geht ganz anders. Er wird nicht erkämpft, sondern erbeten. Nutzen wir die Friedensdekade. Couragiert und widerständig.
Autor:Willi Wild |

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