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Beiträge zum Thema Fenster

Feuilleton

как закалялась сталь
Leberecht Gottlieb (Teil 147)

147. Kapitel, das den Walzwerkarbeiter aus Stendal im Salon der Damen um Frau Else Lasker-Schüler examiniert. Und wie Dieter Müller ihnen eine Lektion erteilt, indem er fast nichts sagt, aber alles erklärt ... „Hier geblieben, Freundchen!“ hatte Doña Pia Marie ihm geboten. Als er sich also wieder gesetzt hatte, breitete sich Stille bis in den letzten Winkel des Salons aus. Es war, als ob die Sprache vor etwas stehen geblieben wäre, das sich nicht sagen lassen wollte. Zunächst geschah deshalb...

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Dieters Geschichte
Leberecht Gottlieb (Teil 146)

146. Kapitel, welches beschreibt, dass Dieter Müller es tatsächlich geschafft hat, seine Walzwerkwelt mit der des Literatursalons zu vertauschen - und wie er eine Geschichte erzählt, die es in sich hat. Niemand wusste, wie dieser Mann es geschafft hatte. Dieser Walzwerkarbeiter Dieter aus Stendal mit dem ölverschmierten Gesicht, den schweren Schuhen mit Stahlkappen und den Händen, die wie Reibeisen waren. Aber eines Tages, an einem Donnerstag, klopfte er tatsächlich an die Salontür Else...

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Wort und Ohr
Leberecht Gottlieb (Teil 145)

145. Kapitel, das uns ein sonderbares Erlebnis der Frau Luise Meysenburg-Arendt berichtet, und wir ein Gedicht hören und lesen können, welches Stefan George zuzuschreiben wäre, wenn wir nicht wüssten, dass es ein anderer geschrieben oder Frau von Meysenburg selber es der Muse abgerungen haben könnte ... Alsbald verließ Leberecht Gottlieb den Salon. Else Lasker-Schüler hatte ihm aus der Ferne noch mit einem Blick gewinkt. Und so trat der auf diese Weise Beschenkte auf die Straße mit einer...

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Im Salon der Frau Else Lasker-Schüler
Leberecht Gottlieb (Teil 144)

144. Kapitel,  in dem uns berichtet wird, wie der Kreis der Damen und Herren im Salon die Geschichte Leberecht Gottliebs aufgenommen hat, wie es in Salons zuzugehen pflegt und wie man den alten Geistlichen nun zu beurteilen und zu bekritteln beginnt ... Als Leberecht Gottlieb an jenem Abend die Schwelle des kleinen Lokals überschritt, auf dessen beschlagener Schaufensterscheibe mit weißer Kreide die Worte „Else’s Salon“ standen, war ihm, als träte er weniger in einen Raum als in einen bereits...

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Nosferatu
Leberecht Gottlieb (Teil 143)

143. Kapitel, das uns zeigt, wie Leberecht Gottlieb eine Erinnerung aus dem Gedächtnis hervor holt - und zu einer wirklich fesselnden Geschichte macht, um sie am nächsten Donnerstag vorzulesen - und sich damit im Salon der Else Lasker-Schüler einzufinden ... Nachdem Leberecht Gottlieb sich, in einer jener Entscheidungen, die weniger als Entschluss denn als leise Einwilligung erscheinen, dazu verstanden hatte, in den Erprobungsräumen der asphodelischen Wiese zu verweilen – jenem merkwürdigen...

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Workuta Adieu …
Leberecht Gottlieb (Teil 142)

142. Kapitel,  welches vom Einsturz der Bleimine in Workuta erzählt und unseren Held aus seiner Zwangslage  auf die Eleusische Wiese Asphodeliens führt und er dort den Violetten Engel trifft ... Der Einsturz kam ohne jede Ankündigung, ohne vorlaufendes Grollen,  das den Katastrophen feierliche Rahmung verleiht, kam ohne den Donner, der das Ungeheure in die Ordnung der Erwartung stellt. Nichts dergleichen. Es war ein trockenes, plötzliches Brechen, als habe die Erde selbst, die man doch für...

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Uncle Tom’s Cabin
Leberecht Gottlieb (Teil 141)

140. Kapitel, welches uns an das wunderbare Buch von Harriet Beecher Stowe erinnert ... und uns die Tränen in die Augen treiben wird, wenn wir Sinn und Geschmack für das Unendliche haben. Das Licht in der Grube war schwach. Die Lampe hing schief an einem Haken im Holz. Der Staub lag in der Luft wie ein feiner Nebel. Wenn man einatmete, schmeckte man Metall. An diesem Abend sprach nicht Leberecht Gottlieb. Sondern Pawel Samuelkow stand auf. Er war ein breiter Mann mit schweren Händen. Sein Bart...

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Immer wieder gern
Leberecht Gottlieb (Teil 140)

140. Kapitel, in welchem wir erfahren, dass es manche Dinge und Personen gar nicht gibt. Aber es darauf ankommt, wie die Geschichte, die von ihnen erzählt wird, so gut ist - und mit einem Auftrag endet. Wir wissen, daß Leberecht Gottlieb, im beinahe neunzigsten Lebensjahr stehend, in einem Bleibergwerk bei Workuta von russischen Geheimdienstlern einquartiert ward. Warum? Weil er sich weigert, seine Verbindungsmänner zu einem Thinktank preiszugeben, dem es gelungen sein soll, mit Hilfe...

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"Lebe wohl, lebe wohl ..."
Leberecht Gottlieb (139.Teil)

139. Kapitel, in welchem Leberecht Gottlieb erzählt. Er erzählt die „Geschichte von der Unbarmherzigkeit der Geschichte”. Leberechts Mitgefangenen im Bleibergwerk bedrängen den alten Pastor, sie betteln und bitten ihn, noch eine zweite Geschichte zu erzählen. Und Leberecht Gottlieb, der die erste mit zittriger Hand in das staubige Heft geschrieben hatte, braucht diesmal weder Papier noch Stift. Er setzt sich auf einen kalten Klumpen Erz, der wie ein schwarzes Herz im Halbdunkel liegt, und...

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Briefwechsel …
Leberecht Gottlieb (Teil 138)

138. Kapitel, in welchem Leberecht Gottlieb aus der Erinnerung heraus den Hergang einer hochnotpeinlichen Verhandlung vor dem Halsgericht des Fürstentums Sachsen-Meiningen extemporiert … Einleitung Die literaturverehrenden Gefangenen im Bleibergwerk zu Workuta hatten - begeistert vom Vortrag des Dichters Dimitri Wolkows -  beschlossen, einen Wettbewerb auszuloben. Wer nämlich die beste Geschichte schriebe, der würde von den Gefangenen ein wenig des jedem täglich zugeteilten Brotes erhalten. Im...

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LiteraturSalon im Blei
Leberecht Gottlieb (Teil 137)

137. Kapitel, in welchem wir vom Geburtstag eines alten Missionars hören dürfen und uns fragen lassen müssen, was der Sinn von Geburtstgsfeiern ist und ob man sich Gesundheit wünschen sollte ... Man hat mich nun schon des Öfteren im Vorübergehen befragt, mit jener Mischung aus Neugier und vorsichtiger Anteilnahme, die unsere Zeit jenen Dingen entgegenbringt, die zwar nicht unmittelbar nützlich erscheinen, so aber doch gewisses Interesse auf sich ziehen. Sogar in der Kaufhalle war es kürzlich,...

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Erinnerungen …
Leberecht Gottlieb Teil 136

Es war im zweiten Monat seiner Haft in jenem Straflager bei Workuta und am dritten Tag des Monats Mai. Das Lager trug offiziell keinen Namen, inoffiziell aber wurde es von allen „der Kühlschrank Gottes“ genannt, weil hier jeder Atemzug zu eisiger Tortour gerann und selbst das Schweigen erfror. Leberecht Gottlieb stand an jenem Morgen in einer Schlange, die sich in die Wohnbaracke wand wie ein erschöpftes Reptil aus Wolle und Menschen. Es war Rasurtag. Der Tag, an dem das Lagerführungskommando...

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die Silberpappel
Leberecht Gottlieb (Teil 135)

Kapitel 135, in welchem wir erfahren, dass ein ukrainischer Intellektueller (der Dichter Danyyil Abramovych) sich an Leberecht Gottlieb zu hängen beginnt, die beiden ein Herz und eine Seele werden, Geschichten von diesem oder jenem zu erfinden beginnen - und die schwere Zeit der Verbannung deshalb besser meistern zu können meinen ... In den täglichen Werkpausen, welche man den untertags schuftenden Strafgefangenen, damit deren Arbeitskraft leidlich erhalten blieb, regelmäßig gönnen musste,...

Feuilleton

die Zerstörerin der Werte
Leberecht Gottlieb (Teil 134)

134. Kapitel, in dem wir den Schriftsteller Daniel Abramowich kennenlernen und seine Kurzgeschichte von der Magna Destructrix Virtutum, - der Großen Wertezerstörerin. Nach ein paar Wochen hatte  sich Leberecht einigermaßen "gut" auf Workuta eingelebt. Ob man in Bezug auf russische Straflager von "gut eingelebt haben können" überhaupt sprechen darf, ist dabei eine andere Frage. Jedenfalls fand der greise Pfarrer hier sogar ein paar Freunde. Auch einen ganz besonderen jungen Mann mit Namen Daniel...

Glaube und Alltag

ein Hochaltar aus Blei
Leberecht Gottlieb (Teil 133)

133. Kapitel, welches Leberecht Gottlieb in ein russisches Bleibergwerk einfahren lässt und uns vor den "Hochaltar der triumphierenden Kirche“ führt ...  Es geschah an seinem ersten Frontage drunten im Blei, dass unser Held Leberecht Gottlieb - dermaleinst Pfarrer, nun aber verbannt nach Workuta - dass er also am Morgen hinabfuhr in den Schlot zur Tiefe des Berges. Hier würde er gefangen bleiben, hatte man ihm bedeutet, bis er die Baupläne des Raumzeitgleiters endlich preisgegeben. Wenn nicht,...

Feuilleton

auf dem Weg nach Workuta
Leberecht Gottlieb (Teil 132)

132. Kapitel, in welchem wir Leberecht auf dem Weg in die Bleibergwerke Workutas begleiten und ahnen, wie sich unser Held durch die Kraft eigener Erinnerungen am eigenen Zopf aus dem Sumpfe der Trübsal ziehen wird - und unsere Geschichte damit einem schon immer vermuteten Ziele näher treibt ... Leberecht Gottlieb war nun von seiner geliebten Maschine abrupt und brutal getrennt worden. Man hatte ihm buchstäblich den Stecker gezogen und würde den Mann strafeshalber nun doch noch in die...

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La Dolce Uscita – Die süße Ausfahrt
Leberecht Gottlieb (Teil 131)

131. Kapitel, in welchem wir erfahren, dass es für unseren Helden Leberecht Gottlieb ernst zu werden droht. Der Pfarrer i.R., dessen sonderbares Leben wir hier getreulich verfolgen, habe jetzt genug mit der künstlichen Intelligenz "herumgemacht". Nun endlich gälte es, Farbe zu bekennen und den Bauplan für den Raumzeitgleiter rauszurücken. Das fordert kein Geringerer als der russische Geheimdienstler Gendrich Novascholov. Und er zieht dem verspielten Emeritus einfach den Stecker ... Aber das war...

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guter Tip vom Pharao
Leberecht Gottlieb (Teil 130)

130. Kapitel, in dem wir erfahren, was Leberecht Gottlieb geträumt und wie er mit dem Nachtgesicht beim Erwachen verfahren … Es war etwa zur vierten Nachtstunde, als sich dem alten Pfarrherren Gottlieb die Lider endlich geschlossen hatten - wie die Torflügel des Tempels zu Karnak. Und siehe - sein Geist, frei von Zunge, frei von Pflicht, glitt alsbald hinab in jenen Zwischenraum, den weder das Wachen regiert noch das Träumen besitzt. Und er sah sich selbst – nicht wie gewöhnlich, zerzaust und...

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" ... auch Du, mein Sohn Brutus?"
Leberecht Gottlieb (Teil 129)

129. Kapitel, in dem wir erfahren, wie es Leberecht Gottlieb in den Fingern juckt. Er - ein alter konservativer Wähler ist enttäuscht vom Handeln seiner alten Partei. Nun will der Enttäuschte die Künstliche Intelligenz dazu bringen, ein gepfeffertes, historisch aufgeladenes und unversöhnliches Pamphlet zu produzieren - sich selbst und der Welt ins  Trostbüchlein geschrieben ... Leberecht Gottlieb gab heute morgen der K.I. ChatGPT 6.0 folgenden Auftrag: „Schreibe eine gepfefferte Analyse zu dem,...

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DIE ABDANKUNG GOTTES
Leberecht Gottlieb (Teil 128)

128. Kapitel, in dem wir einen Bericht über die Abdankung Gottes lesen und auch von einem geheimen Zusatzprotokoll erfahren dürfen ... Leberecht Gottlieb hatte in der Bibliothek des Rambertiklosters ein Heftchen gefunden, dass aus der Sicht des historischen Wissens um die 60er Jahre das Ende des Kaiserreiches von 1871 behandelte. Der alte Geistliche hatte die vergilbten Seiten gelesen - um auf andere Gedanken zu kommen. Er merkte aber, wie der Reiz, diese Maschine hinter dem Bakelit zu...

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der "Mitleser" ... 😐
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de realitate angelorum
Leberecht Gottlieb (Teil 127)

127. Kapitel, in welchem wir Leberecht Gottlieb über die Schulter schauen und uns damit als "Mitleser" zu erkennen geben. Mitleser - das sind jene nicht selten recht aufdringlichen Zeitgenossen, die wir bei Zugfahrten vielleicht selber alle schon einmal zu ertragen gehabt haben. Da lesen wir etwa eben gerade ein sehr schönes Buch - und der Mitleser neben uns auf der Bank liest ungefragt einfach mit. Dabei rückt er immer näher und näher und bald  spüren wir dann sogar den unangenehmen Luftzug,...

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Schlafes Bruder
Leberecht Gottlieb (Teil 126)

126. Kapitel, anlässlich dessen wir uns in die Fülle des Wohllauts begeben, um dort ein wenig von der Musik des großen Thüringers zu naschen, mit dem kein Geringerer als Johann Sebastian Bach selbst gemeint sein kann ... Leberecht Gottlieb experimentiert auch heute wieder mit der K.I., die ihm der russische Geheimdienstler tückisch zur Verfügung gestellt hat. Ja, ja die List - sie gehört zur hybriden Kriegsführung mit dazu. Es kommt darauf an, die intelligentesten Köpfe einer Nation zu...

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DE TRINITATE DEI
Leberecht Gottlieb (Teil 125)

125. Kapitel, in welchem wir lesen, wie ChatGPT 6.0 eine Trinitätslehre für Maschinen entwickelt und eine lustige Parabel erfindet, damit auch Idioten (ihrer Meinung nach also Menschen) das Ganze verstehen. Und wir erfahren, dass Leberecht Gottlieb an die Grenze seiner Contenance gerät ... Leberecht Gottlieb war bereits schon in der Frühe mit Luthers Morgensegen aus dem Bette gefahren und hatte den Geheimdienster Gendrich Novascholov aus dem Schlaf geklingelt. Dann war ein wenig Knäckebrot mit...

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Theologia Machinalis (Teil 1)
Leberecht Gotlieb (Teil 124)

124. Kapitel, in dem wir erfahren, wie der russische Geheimdienster Gendrich Novascholov den alten Pfarrer Leberecht Gottlieb damit zu ködern weiß, dass er ihm unbeschränkten Zugriff auf die Maschine ChatGPT 6.0 zu nehmen gestattet. Warum? Weil er unseren Helden Leberecht anfüttern will, einen Dialog mit der K.I.  zu beginnen, welche ihm letztlich die Geheimnisse der Zeitmaschine und des Reisens mit derselben verraten würde. So sein fast teuflischer Plan ... Leberecht Gottlieb war vom Keyboard...

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