Hoffnung
Kindestod in der Bibel
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Es gibt wohl kaum dramatischere und einschneidendere Erlebnisse für Eltern ihre Kinder verlieren. Auch die Bibel kennt solche Geschichten und den Umgang mit ihnen.
Von André Poppowitsch
Die Trauer des Jairus oder der namentlich nicht benannten Witwe vor den Toren der Stadt Nain ist mit beiden Händen greifbar. Die Kinder der Beiden sterben; Beide erfahren Hilfe durch Jesus, der in den Geschichten seine Macht selbst über den Tod demonstriert.
Die Geschichte von Jairus und seiner Tochter wird in den Evangelien von Matthäus (Mt 9,18-25), Lukas (Lk 8,40-56) und Markus (Mk 5,21-43) erzählt. Das Markusevangelium erzählt die Geschichte so: Jarius ist Synagogenvorsteher. Er sucht Jesus auf, als eine große Menschenmenge bei ihm ist, fällt im zu Füßen und bittet ihm um Hilfe: Seine 12-jährige liegt in den letzten Zügen; Jesus möge sie heilen. Als beide am Haus kommen, wurde ihnen der Tod des Kindes mitgeteilt, Jesus müsse sich nicht mehr bemühen. Doch er geht ins Haus, das von Trauer erfüllt ist. Die Menschen lachen ihn aus, denn er meint, das Kind schläft nur. Ich schmeißt sie aus dem Haus und geht mit den beiden Eltern und seinen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes zu dem Mädchen und spricht ihm zu: „Talita kurn!“ Das heißt: „Mädchen, ich sage dir, steht auf! Das Entsetzen bei den Eltern war groß.
Auch die Geschichte des Jüngling von Nain (Lk 7,11-17) berührt: Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs zur Stadt Nain, eine große Menschenmenge folgt ihm. Vor den Toren der Stadt begegnet ihnen ein Trauerzug, der einzige Sohn einer Witwe war verstorben. Da jammerte es selbst Jesus; er trat hinzu, berührte den Sarg und sprach: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ Und der Verstorbene wurde wieder lebendig. Das Entsetzen war auch hier groß, die Menschen priesen Gott – denn er hat sein Volk besucht.
Es sind zwei biblische Geschichten, die zeigen, dass der Tod nicht das letzte Wort haben muss. Jesus erweckt Verstorbene zurück in das irdische Leben – damit wird auch neues Leben möglich. Eltern, die ihre Kinder verlieren, wird das zunächst ein schwacher Trost auf dem Weg zum Grab sein. Aber: Wenn zu den beiden Geschichten das Wort Jesu kommt – „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes“ (Mk 10,14) – kann zumindest die Hoffnung wachsen, dass sie bei ihm im Himmel sind und neues, ewiges Leben haben. Denn Gott selbst spricht: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jes 43,1)
Autor:André Poppowitsch |

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