Migrationsberatung Thüringen
Paritätischer warnt vor Kürzungen
- Foto: epd-bild/Detlef Heese
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Neudietendorf (epd). Der Paritätische Thüringen warnt vor einem drohenden Kollaps der Migrationsberatung für zugewanderte Menschen im Freistaat. Es brauche eine Abkehr von der Politik der unzureichenden Finanzierung, verlangte ein Sprecher am Freitag in Neudietendorf.
Fast zwei Millionen zugewanderte und geflüchtete Menschen sind nach Angaben des Wohlfahrtsverbands in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen. Die Migrationsberatung biete ihnen bislang wichtige Unterstützung. Das reiche von Sprachkursen über Berufsanerkennung bis zur sozialen Teilhabe. Doch die Finanzierung stehe auf der Kippe: Bereits 2024 seien die Bundesmittel von 81,5 auf 77,5 Millionen Euro gekürzt worden. Die Folgen seien vor allem in den Ländern und Kommunen spürbar.
Für Ratsuchende bedeute der Abbau der Beratungsangebote Orientierungslosigkeit, längere Behördenwege und erschwere deren Integration. Gesellschaftlich drohten überlastete kommunale Strukturen, steigende Folgekosten und ein ungenutztes Arbeitskräftepotenzial. Vom 29. September bis 3. Oktober ruft die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zur bundesweiten Aktionswoche für die Migrationsfachdienste auf.
Autor:Online-Redaktion |
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