Predigttext
Von Schuld befreit

Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen,  wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst …
1. Johannes 1, Vers 7 b, 8

Von Tobias Weisflog, Pfarrer in Königsbrück

In der Bibel hat Gott die verschiedenen Schriften zu einer sich ergänzenden Einheit zusammengeführt. Verschiedene Stimmen finden einen Zusammenklang. Der 1. Johannesbrief betont ganz besonders die Liebe, die ihren Ursprung in Gott hat und durch Jesus Christus, seinen Sohn, in unsere Welt gekommen ist.
Der ganze Brief ist ein Zeugnis der großen Dankbarkeit für Jesus Christus. Diese Dankbarkeit für Jesus Christus muss unter uns Christen zu spüren sein, überall in der Kirche! Denn an Jesus Christus hängt unsere Versöhnung mit Gott, ohne die wir verloren gehen; wir verlieren die Vorfreude auf das Ziel des ewigen Lebens, wir verrennen uns und »kommen weiter von dem Ziel« (Evangelisches Gesangbuch 482,4). Es gibt keinen Menschen, der nicht vor Gott in Schuld steht oder an seinen Mitmenschen schuldig wird. Darin besteht die Sünde, und sie trennt uns von Gott.
Der 1. Johannesbrief aber zeigt: Wir Christen können und sollen alles, was Sünde ist, bekennen, was es auch sei. Die Beichte wird zum Segen, denn für Absolution, für Loslösung, Erlösung, Entschuldigung, Vergebung, Versöhnung ist gesorgt! Weil Jesus, der Sohn Gottes, mit seinem Tod am Kreuz stellvertretend das Gerichtsurteil Gottes auf sich genommen hat. Er wurde an unserer Stelle verurteilt, und ich als Mensch werde von Gott begnadigt, freigesprochen. Jesus ist für uns gestorben, leibhaftig; zu seinem Leib gehört sein Blut. Sein Blut steht nach dem Zeugnis des Johannes für die Reinigung von jeder Schuld.
Vor Gott kann die Trennung der Sünde nur durch Jesus aufgehoben und beseitigt werden. Jesus hat mit seinem Leiden und Sterben das größte Opfer für die ganze Menschheit gebracht – aus Liebe. Das darf nicht kleingeredet werden. Jede Abendmahlsfeier ist ein Bekenntnis zur Bedeutung des Blutes Jesu: »Christi Blut für Dich vergossen.« Jede Abendmahlsfeier ist ein großer Dank für Jesus Christus. Dieser Dank ehrt Gott. Diese Dankbarkeit gehört in die Mitte unserer Gottesdienste, aber auch in die Mitte unseres Alltags. Wir können leichter um Entschuldigung bitten und leichter der Vergebung und Versöhnung unter uns die Tür öffnen, einander wieder die Hand reichen.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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