Vollversammlung 2030
Warum die lutherische Weltgemeinschaft nach Augsburg kommt
- (v. l.) Der polnische lutherische Bischof Jerzy Samiec, Anna Wrzesińska, Leiterin des Bischofs-büros, und Landesbischof Christian Kopp
- Foto: Foto: DNK/LWB, N. H. Klotz
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Die 14. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) wird 2030 in Augsburg stattfinden – jener Stadt, in der 1530 das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana) veröffentlicht und 1999 die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre unterzeichnet wurde.
Von Willi Wild
Am 2. Dezember hat die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen den Staffelstab der Vollversammlung nach Augsburg gebracht und an den bayerischen Landesbischof Christian Kopp übergeben.
Die 13. Vollversammlung der Weltgemeinschaft der Lutheraner 2023 in Krakau stand unter dem Motto "Ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung". In ihrer Abschlussbotschaft hatten sich die Mitgliedskirchen der Gemeinschaft dazu bekannt, in dem Wissen, „dass Christus immer im Mittelpunkt steht“, die Bande zwischen ihnen weiter zu festigen und das Geschenk einer Einheit in Vielfalt zu feiern.
Die Vollversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium des LWB. Sie wird alle sieben Jahre abgehalten. Der weltweiten Gemeinschaft lutherischer Kirchen gehörten 149 Mitgliedskirchen aus 99 Ländern mit insgesamt 77 Millionen lutherische Christen an.
Die Staffelstabübergabe fand im Rahmen einer Tagung des deutschen Nationalkommitees des LWB (DNK/LWB) statt, die den Auftakt für die Vorbereitungen der Vollversammlung im Jubiläumsjahr der "Confessio Augustana" in viereinhalb Jahren markierte. An dem Treffen nahmen Gäste aus lutherischen Kirchen aus dem Ausland, ökumenische Partner und Vertreter des Genfer LWB-Büros teil.
Das DNK/LWB hat seinen Sitz in Hannover und Lutherstadt Wittenberg. Vorsitzende des Nationalkomitees ist die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt. Sie ist zudem Vizepräsidentin des LWB.
Das Augsburger Bekenntnis zählt zu den zentralen lutherischen Bekenntnisschriften. Es wurde 1530 Kaiser Karl V. übergeben und markiert einen Meilenstein der Reformationsgeschichte. 1555 wurde in Augsburg zudem der Augsburger Religionsfrieden geschlossen, der das friedliche Miteinander von lutherischen und katholischen Christen rechtlich absicherte.
Autor:Online-Redaktion |
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