US-Einsatz in Nigeria
Trump sieht Christen nicht ausreichend geschützt

Januar 2019: Zum Kirchentag der Lutherischen Kirche Christi in Nigeria trafen sich in Demsa im Nordosten Nigerias 40.000 Christen.  Der nigerianische Kirchentag ist wahrscheinlich der älteste Afrikas oder gar der Welt. Nicht einmal ist die Veranstaltung ausgefallen, nicht durch Krieg, Hungersnöte oder andere Krisen.  | Foto: epd-bild/Thomas Lohnes
  • Januar 2019: Zum Kirchentag der Lutherischen Kirche Christi in Nigeria trafen sich in Demsa im Nordosten Nigerias 40.000 Christen. Der nigerianische Kirchentag ist wahrscheinlich der älteste Afrikas oder gar der Welt. Nicht einmal ist die Veranstaltung ausgefallen, nicht durch Krieg, Hungersnöte oder andere Krisen.
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Abuja/Frankfurt am Main (epd). Im Kampf gegen islamistische Gewalt haben die USA ein kleines Team von Soldaten nach Nigeria entsandt. Eine Erklärung des für Afrika zuständigen Generals des US-Militärkommandos Africom habe dies erstmals offiziell bestätigt, meldete die nigerianische Zeitung «Vanguard» am Mittwoch. Bereits Ende Dezember hatten die USA mehrere Luftangriffe geflogen, um mutmaßliche Stellungen der Terrororganisation «Islamischer Staat in Westafrika» (ISWAP) anzugreifen. Auch waren weitere militärische Schritte nicht ausgeschlossen worden.

Africom-Befehlshaber Dagvin R. M. Anderson erklärte bei einem Pressebriefing am Dienstag, beide Länder seien übereingekommen, ihre Zusammenarbeit zur Bewältigung der Sicherheitslage in der Region zu verstärken. Das US-Team solle die seit Jahren laufenden Bemühungen Nigerias im Anti-Terror-Kampf unterstützen. Weitere Angaben zu Umfang und Auftrag des Einsatzes machte er nicht.

Nigeria wird seit Jahren von Gewalt islamistischer Milizen wie Boko Haram und der Terrororganisation ISWAP erschüttert. Vor allem im Nordwesten des Landes kommt es immer wieder zu brutalen Angriffen auf die Zivilbevölkerung.

US-Präsident Donald Trump hatte Nigeria vorgeworfen, Christen nicht ausreichend zu schützen, und mit militärischem Eingreifen gedroht. Die Regierung in Abuja wies den Vorwurf zurück und erklärte, Entführungen und Anschläge würden alle Bevölkerungsgruppen treffen. Zuletzt hat die nigerianische Regierung die Unterstützung der USA im Kampf gegen den Terrorismus willkommen geheißen.

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