„Grüne Damen und Herren“ seit 50 Jahren in der Kranken- und Altenpflege aktiv
Zukunftsidee nicht zum Nulltarif

Renate Drüker (r.) aus Frankfurt am Main ist eine von 8 000 "Grünen Damen und Herren" bundesweit.
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  • Foto: epd-bild/Heike Lyding
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Die «Grünen Damen und Herren» haben zu ihrem 50. Gründungsjubiläum mehr Unterstützung für ihre ehrenamtliche Arbeit in Krankenhäusern und Altenheimen gefordert. Die Tätigkeit für hilfebedürftige Menschen werde nicht hinreichend finanziell abgesichert, sagte Käte Roos, Vorsitzende der Evangelischen Kranken- und Altenhilfe, des Dachverbandes der «Grünen Damen und Herren» in Bonn. «Wenn dieses freiwillige Engagement Zukunft haben soll, muss es regelhaft refinanziert werden.»
Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Franz Müntefering, bezeichnete die «Grünen Damen und Herren» als Zukunftsidee. Er forderte eine bessere Förderung ehrenamtlicher Dienste für ältere Menschen durch die Kommunen.
Derzeit werde die Arbeit der «Grünen Damen und Herren» über Mitgliedsbeiträge finanziert, sagte Roos. Damit könnten die Kosten für Verwaltung, Fortbildung und Organisation der 450 Ortsgruppen jedoch nicht gedeckt werden. Deshalb sei die Evangelische Kranken- und Altenhilfe im Gespräch mit den Trägern der Krankenhäuser und Altenheime sowie den Ministerien, um die Finanzierung zu sichern. Sowohl Kirchen und Politik als auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft müssten Interesse daran haben, die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer dauerhaft abzusichern. Derzeit werbe der Hilfsverband um Fördermitgliedschaften der etwa 600 Krankenhäuser und Altenheime, in denen Grüne Damen und Herren tätig seien. Bislang seien 136 Einrichtungen dem Verein beigetreten.
Roos und Vorstandsmitglied Dieter Hackler sprachen sich zudem für eine Fusion der Evangelischen Kranken- und Altenhilfe mit der Katholischen Krankenhaus-Hilfe aus. Dadurch würde die Arbeit beider Organisationen gestärkt werden. Unterstützung erhielten die «Grünen Damen und Herren» auf ihrer Jubiläumsveranstaltung in Bonn auch von Vertretern aus Politik, Kirche und Wohlfahrtsverbänden. Maria Loheide, Sozialpolitischer Vorstand der Diakonie in Deutschland, mahnte, das Engagement der «Grünen Damen und Herren» sei nicht zum Nulltarif zu haben, sondern brauche einen professionellen Rahmen, der die Arbeit auf ein zuverlässiges Fundament stelle. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lobte die Ehrenamtler in einem Grußwort als «leuchtendes Vorbild».
Die «Grünen Damen» waren 1969 in Bonn von Brigitte Schröder, der Ehefrau des damaligen Außen- und späteren Verteidigungsministers Gerhard Schröder (CDU), gegründet worden. Erster Einsatzort der ehrenamtlichen Helferinnen in ihren lindgrünen Kitteln war das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf. 1979 nahm der erste «Grüne Herr» den Dienst auf. Heute besuchen nach Angaben der Organisation bundesweit rund 8 000 Frauen und Männer Menschen in knapp 600 Altenheimen und Krankenhäusern. Sie machen für Patienten kleine Besorgungen, haben Zeit für ein Gespräch.
(epd)

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Online-Redaktion aus Weimar

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