Staatssicherheit

Beiträge zum Thema Staatssicherheit

Service + Familie

Gespräch in Sondershausen
Jesus lebt(e)! Auch im Realsozialismus?

Aus der Kirche rausgehen und „dem einen verlorenen Schaf nachzugehen" sah sich Pfarrer Hauskeller in der DDR verpflichtet. Er eckte mit seiner erfolgreichen Jugendarbeit an. Die Stasi nannte ihn „Hai" und vertrieb ihn im Zusammenspiel mit Kirchenvertretern aus Zella-Mehlis – trotz Gegenwehr der Kirchgemeinde. Doch auch in seiner neuen Gemeinde Sondershausen-Stockhausen fühlte sich nicht nur die lokale SED von ihm herausgefordert, als er etwa 1977 auf einem Gottesdienst-Plakat ankündigte, alte...

Aktuelles

Freitag vor 1
Unsere Seite 1 - Einfach mal was Gutes tun

Das Kirchenjahr nähert sich langsam dem Ende. Dann beginnt die Adventszeit und wir steuern unweigerlich auf das Weihnachtsfest zu. Haben Sie schon an die Geschenke gedacht? Und wissen Sie schon, wem Sie womit eine Freude bereiten können? Die „Geschenkeschlacht“ ist ja in manchen Familien gigantisch… Von Claudia Crodel Kürzlich habe ich einen Artikel übers Schenken gelesen, der auf einer Umfrage beruhte. Darin war die Rede davon, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen die Künstliche...

  • 07.11.25
BlickpunktPremium

Christen in der DDR
Falsche Freunde, zerstörte Lebenswege

Alles ein Irrtum. Ein Missverständnis. Einfach nur tragisch? Es hat immerhin seinen Lebensweg bestimmt. Andreas Fincke, inzwischen 66 Jahre alt, jahrelanger Hochschulpfarrer und Leiter der Evangelischen Stadtakademie in Erfurt, beschäftigt es noch heute, wie die Staatssicherheit während seiner Jugend in sein Leben eingegriffen hat. Von Angelika Reiser-Fischer „Alles begann mit einem Flugblatt, groß wie eine Zigarettenschachtel. Davon wurden einige in der Nähe meines Elternhauses in Halle...

Aktuelles
Christian Dietrich | Foto: Jürgen M. Pietsch
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Kommentiert
Versprechen genügen nicht

Am 7. Juni wurde in einem Bußgottesdienst mit Landesbischof Friedrich Kramer und Regionalbischof Tobias Schüfer Jürgen Hauskeller die Hand zur Versöhnung gereicht (die Kirchenzeitung berichtete). Von Christian Dietrich „Was wir hier erleben, das hat etwas kirchenhistorisches an sich.“ so brachte Jürgen Hauskeller im Gottesdienst am Pfingstsonntag in Zella-Mehlis auf den Punkt, was gerade geschah. Vor über 50 Jahren war Jürgen Hauskeller Pfarrer an der Stadtkirche in Zella, die für viele...

  • 17.06.25
BlickpunktPremium
Dreitausend Seiten in acht Bänden: Er habe beim Lesen seiner Stasi-Akte oft gelacht, sagt der 83-jährige Gernot Friedrich.  | Foto: Foto: Kathleen Bernhardt
2 Bilder

Kein Spionagefilm
Erfolglos verfolgt

Der Geraer Pfarrer Gernot Friedrich erzählt in seinen Erinnerungen von den Erlebnissen mit der Staatssicherheit. Unglaublich amüsant, wenn es nicht so ernst gewesen wäre. Von Kathleen Bernhardt  Geschichten klingen ein bisschen wie amüsante Spionagefilme aus vergangenen Zeiten. Unser Held mit gutem Willen und Herz findet immer seinen Weg. Auf der anderen Seite die Bösewichte, die ihn bedrohen, hinter jeder seiner Handlungen den großen Verrat vermuten. Am Ende kann unser Held herzhaft lachen....

  • 14.01.21
Feuilleton

Beeindruckendes Buch über die Geschichte der Evangelischen Stiftung Neinstedt erschienen
Moralische Pflicht der Aufarbeitung

Die neuere Geschichte Neinstedts beginnt mit der Gründung des Knabenrettungs- und Brüderhauses durch Marie und Phillip Nathusius als eine der mildtätigen Stiftungen durch Angehörige des vermögenden Bildungsbürgertums, wie sie in Deutschland damals an verschiedenen Orten entstanden. So gründete im Jahr 1861 die jüngste Schwester Phillips von Nathusius in unmittelbarer Nachbarschaft ein zweites Werk, die Elisabethstiftung zur Pflege und Betreuung von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung....

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