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Predigt
Der göttliche Dreiklang

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So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne. 4. Mose 6, Vers 27

Das Trinitatisfest ist eher ein unbekanntes Fest und hinterlässt oft Fragezeichen. Schauen wir in unser Predigtwort, so treffen wir auf den Segen, der so fast an jedem Ende unserer Gottesdienste der Gemeinde zugesprochen wird.

Von Geertje Perlberg

In diesem Segen geht es um den Herrn und ein Dreischritt beschreibt, mit welchem Segen er uns beschenkt. 
Da sind wir bei der Zahl Drei, die auch in Trinitatis steckt. Als Trinität bezeichnen wir Gott in dreierlei Gestalt: Vater, Sohn und Heiliger Geist – sinnfällig nach Pfingsten, weil der Schöpfer aktiv war, weil der Sohn gestorben und auferstanden ist und der Heilige Geist sich zu Pfingsten in die Gemeinschaft hineingeatmet hat und uns beseelt. Oft schon habe ich versucht, Bilder dafür zu finden. Ein schönes Bild ist das Wasser mit den drei Aggregatszuständen: als flüssiges Wasser, wie wir es trinken; im gefrorenen Zustand als Eis und im Zustand des Dampfes, der sich verflüchtigt. Fazit: immer bleibt es Wasser.

Auch schön: Das dreiblättrige Kleeblatt, wie es der Heilige Patrick in Irland nutzt. Sehr fröhlich finde ich die Brezel. Sie besteht aus einem einzigen Teigstrang und nur Geschickte können die kunstvolle Form vollendet herstellen. Trinität will nichts anderes sagen: in der Dreiheit ist die Einheit verborgen. Wer ein Stück aus der Brezel reißt, vermag nicht, den Rest des Kunstwerkes unversehrt zu erhalten, sondern zerstört den ganzen Strang.

Wer die Brezel nahe von sich weg hält und durch eines der drei Löcher blickt, versteht, dass jeder Durchblick einen anderen Blickwinkel eröffnet. Wer dort trennt und ausreißt, verliert das Ganze: die Schöpfermacht Gottes, die Liebe Jesu Christi, das Verzückte in der Wirkung des Geistes unter uns – es wirkt einzeln und gehört doch untrennbar zusammen. Beißen Sie genüsslich in die nächste Brezel hinein und der HERR wird seinen dreifachen Segen dazu geben.

Die Autorin ist Pastorin in Dessau.

Pastorin Geertje Perlberg

 | Foto: G. Perlberg
Autor:

Online-Redaktion

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