Zentralrat rät von Kippa-Tragen ab

Berlin (epd) – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnt grundsätzlich vor einem offenen Tragen der jüdischen Kopfbedeckung. Trotzig sich dazu zu bekennen wäre im Prinzip der richtige Weg, sagte Schuster am Dienstag dem RBB-Sender »radioeins«. »Trotzdem würde ich Einzelpersonen tatsächlich davon abraten müssen, sich offen mit einer Kippa im großstädtischen Milieu in Deutschland zu zeigen.«
Zu den Solidaritätsaktionen mit jüdischer Kopfbedeckung in Berlin, Erfurt, Magdeburg, Potsdam und Köln sagte Schuster, er habe das Gefühl, »dass doch ein Ruck durch die Gesellschaft geht«. Wenn es nicht gelinge, antisemitischen Tendenzen und offenem Antisemitismus entgegenzutreten, dann stelle dies letztendlich auch eine Gefahr für unsere Demokratie dar.
Unterdessen hat die liberale Moscheegründerin Seyran Ates im Internet mit Mitstreitern die Kampagne #wirsindauchjuden gestartet. Die Menschen werden aufgerufen, in den sozialen Netzwerken als Zeichen der Solidarität Fotos von sich mit Kippa zu posten.
Auslöser ist der gewalttätige Übergriff auf zwei Kippa tragende Männer am 17. April in Berlin.

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Online-Redaktion aus Weimar

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