Jubiläum: Seit 25 Jahren unterstützen zwei Stiftungen evangelische Schulprojekte
Um den Hunger nach Sinn zu stillen

Bei den Leipziger Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen zweier evangelischer Schulstiftungen haben in der vergangenen Woche Vertreter aus Politik und Kirche den Wert christlicher Bildungseinrichtungen betont. Der ehemalige Schulleiter und heutige Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hob in seiner Festrede am Freitag die Bedeutung evangelischer Schulen für die Gesellschaft hervor. Auch Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU), Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) und der hannoversche Landesbischof Ralf Meister waren gekommen.
Die Evangelische Schulstiftung in der Evangelische Kirche in Deutschland stärkt bundesweit Schulen in evangelischer Trägerschaft und vernetzt Akteure aus der Bildungsarbeit. Entstanden ist sie ebenso wie die Barbara-Schadeberg-Stiftung 1994 aus dem Aufbau des Evangelischen Schulzentrums Leipzig. Dieses diente nach der Wende als Modell für zahlreiche Schulneugründungen in Ostdeutschland, weshalb das Doppeljubiläum in Leipzig gefeiert wurde.
Christen seien weder bessere Pädagogen noch bessere Menschen, erklärte Jung, der 1991 Gründungsdirektor des Evangelischen Schulzentrums Leipzig war. »Aber sie leben mit dem Anspruch, sich an ihren Überzeugungen messen zu lassen, für sie zu werben und anderen Menschen zu erlauben, diesen Maßstab an ihr Handeln anzulegen«, ergänzte er. Kirchlichen Schulen riet Jung zum selbstbewussten Auftritt. Der »Hunger nach Sinn« sei selten so groß gewesen, betonte er: »Wir dürfen also auch den Mut haben, von evangelischen Schulen als sinnstiftenden Schulen zu reden.«
Bereits am Donnerstag hatten der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing anlässlich des Jubiläums an einem Festgottesdienst in Leipzig teilgenommen. Im Anschluss war ein zum ersten Mal ausgelobter Preis für besondere Schulgottesdienste vergeben worden. Der mit 5 000 Euro dotierte erste Preis ging an das Evangelische Gymnasium im brandenburgischen Doberlug-Kirchhain. Auf die Plätze zwei und drei kamen zwei Schulen in Baden-Württemberg.
(epd/red)

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