Anzeige


EKD-Friedensbeauftragter
Kramer fordert gerechten statt egoistischen Frieden für Ukraine

Landesbischof und EKD-Friedensbeauftragter Friedrich Kramer | Foto: epd-bild/Frank Drechsler
  • Landesbischof und EKD-Friedensbeauftragter Friedrich Kramer
  • Foto: epd-bild/Frank Drechsler
  • hochgeladen von Katja Schmidtke

Seit mehr als vier Jahren führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mit dem Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ändert sich nun der Ton zu diesem Thema in der Region – doch nicht jede Forderung nach Frieden diene der Ukraine, findet der EKD-Friedensbeauftragte.

Bonn (red). Der Antrag der Parteien AfD und BSW in Sachsen-Anhalt für einen Frieden in der Ukraine hat laut EKD-Friedensbeauftragtem in erster Linie populistische Gründe. Friedrich Kramer, gleichzeitig Landesbischof der EKM, vermisse die Suche nach einem gerechten Frieden, der auch das Leid der Menschen im Land nicht vergesse, teilte die evangelische Friedensarbeit in Bonn am Dienstag mit. Am vergangenen Mittwoch war der entsprechender Antrag beim Landtag Sachsen-Anhalts eingegangen.

Die Frage nach Frieden in der Ukraine sei ein bundespolitisches Thema. Mit dem Antrag täuschten die betreffenden Parteien vor, dass Sachsen-Anhalt in dieser Frage Entscheidungen treffen könne, erklärte Kramer. So werde zwar die "Friedenssehnsucht" der eigenen Wählerschaft bedient, den Menschen jedoch gleichzeitig etwas vorgemacht. "Das ist in meinen Augen Populismus", bekräftigte der EKD-Friedensbeauftragte.

Forderung: Waffenlieferungen einstellen und Ende der Sanktionen

Die evangelische Kirche setze sich für einen gerechten Frieden ein, hieß es weiter. Friedensinitiativen, die einseitig die russische Position vertreten, verschrieben sich hingegen einem egoistischen Frieden, wie der Antrag von AfD und BSW, erklärte Kramer.

Der Antrag der Parteien AfD und BSW solle am Mittwoch verabschiedet werden. Inhaltlich wird darin gefordert, Finanzierungen außerhalb humanitärer Hilfe "sofort" einzustellen, sowie Waffenlieferungen an die Ukraine auszusetzen. Neben einem Waffenstillstand fordern die Unterzeichner beider Parteien die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland, die gleichzeitig an ein Ende der Sanktionen gegen das Land geknüpft sein sollen. Wirtschaftliche Beziehungen seien daher wieder aufzunehmen. Die Landesregierung Sachsen-Anhalts solle sich für diese Diplomatie auf Bundesebene einsetzen.

Autor:

Online-Redaktion

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

56 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.