Prädikantenkonvent: Laienprediger in der EKM
Die Kirche der Zukunft

Im oberfränkischen Selbitz blies der kalte Winterwind über die Höhen, doch im Gästehaus der Christusbruderschaft glühten die Köpfe. Es ging um nichts weniger als um die Vision für die Kirche sowie die Rolle von Ehrenamtlichen im Prozess der Veränderung. Hierzu diskutierten 17 Prädikantinnen und Prädikanten der mitteldeutschen Landeskirche (EKM) mit Propst Christoph Hackbeil (Sprengel Stendal-Magdeburg), dem Jenaer Superintendenten Sebastian Neuß und Pfarrer Matthias Rost vom Gemeindedienst der EKM.
Jedes Jahr werde die EKM Mitglieder in der Größenordnung eines Kirchenkreises verlieren, so die Prognose, die Propst Hackbeil weitergab. Demnach wäre in 40 Jahren Schluss. Doch Jesus sage: »Das Reich Gottes ist nahegekommen – das Tempelwesen ist zu Ende, das Reich Gottes kommt.« Deshalb gehe es heute nicht darum, sich auf die Institution, sondern auf die Verkündigung des Reiches Gottes zu konzentrieren.
Prädikanten, Laienprediger und Pfarrpersonen »haben gemeinsam die theologische Aufgabe«, den Fragen der Menschheitsgeschichte nachzugehen: »Die Kirche der Zukunft wird eine Kirche der Liebe sein«, so Hackbeil. Das Amt trete in den Hintergrund. Superintendent Neuß ergänzte: »Gemeinde wird da sein, wo die Schrift gelesen, gebetet und das Brot gebrochen wird.« Die heutige Stellung von Lektoren und Prädikanten sowie das Kirchengesetz gingen noch zu sehr von der jetzigen Struktur und vom Amt aus. Er plädierte für eine größere Eigenverantwortung der ehrenamtlichen Prediger.
Der ehrenamtliche Prädikantendienst in der Kirche ist vielfältig: Evangelisation, Taufen, Begleitung von Migranten, Familienandachten und natürlich die Wortverkündigung im Gottesdienst. »Ich freue mich an einem Dienst von kompetenten, gebildeten und gemeindeverbundenen Prädikanten. Sie machen mir Mut, auch mal etwas nach vorne zu entwickeln«, schätzte Sebastian Neuß ein.
Dietlind Steinhöfel

www.gemeindedienst-ekm.de/gottesdienst/praedikanten

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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