Corona in Indien
Drei Wochen Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Menschen

Der Dharavi Slum in Mumbai
  • Der Dharavi Slum in Mumbai
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  • hochgeladen von Mirjam Petermann

Dubai/Neu-Delhi (epd) - In der Corona-Krise hat Indien eine dreiwöchige Ausgangssperre für seine fast 1,4 Milliarden Menschen erlassen. Die Maßnahme gelte ab Mitternacht, kündigte Ministerpräsident Narenda Modi am Dienstag in einer Fernsehansprache an. «Es wird ein komplettes Verbot geben, das Haus zu verlassen», sagte Modi. Es gebe keine andere Chance, das Virus zu stoppen. Der «lock down» werde wirtschaftliche Folgen haben, doch die Rettung von Menschenleben gehe vor.

In Indien wurden laut dem John Hopkins Center in Baltimore bis Dienstagabend (MEZ) 519 Corona-Fälle bestätigt. Zehn Menschen starben an der durch das Virus ausgelösten Krankheit COVID-19. Am Sonntag hatte es bereits eine freiwillige Ausgangsbeschränkung im Land gegeben.

«Bleiben Sie im Haus», twitterte Modi nun. «Bitte keine Panikkäufe.» Die Zentral- und die Landesregierungen würden dafür sorgen, dass alles Wichtige verfügbar sei. Lebensmittelläden, Banken und Medien sind laut Innenministerium von der Schließung ausgenommen. Viele Produktionsbetriebe müssen die Arbeit aber stoppen, sämtliche öffentliche Verkehrsmittel werden stillgelegt.

Indien hat bereits den Eisenbahnverkehr für Passagiere gestoppt und den Nahverkehr stark eingeschränkt. Sehenswürdigkeiten, Schulen, Universitäten und Museen sind geschlossen. Auch der Flugverkehr ins Ausland ist ausgesetzt.

In dem Land mit der nach China zweitgrößten Bevölkerung der Welt wächst die Sorge, dass sich das Virus sehr schnell ausbreiten könnte. Indien ist dicht besiedelt. Besonders Mega-Städte wie Mumbai oder Neu-Delhi, wo Millionen dicht gedrängt in Slums wohnen, bieten einen Nährboden für Infektionen. Praktiken wie Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen sind dort kaum umsetzbar.

Autor:

Mirjam Petermann aus Eisenach-Gerstungen

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