Anzeige


SED-Unrecht

Beiträge zum Thema SED-Unrecht

Service + Familie

Gespräch in Sondershausen
Jesus lebt(e)! Auch im Realsozialismus?

Aus der Kirche rausgehen und „dem einen verlorenen Schaf nachzugehen" sah sich Pfarrer Hauskeller in der DDR verpflichtet. Er eckte mit seiner erfolgreichen Jugendarbeit an. Die Stasi nannte ihn „Hai" und vertrieb ihn im Zusammenspiel mit Kirchenvertretern aus Zella-Mehlis – trotz Gegenwehr der Kirchgemeinde. Doch auch in seiner neuen Gemeinde Sondershausen-Stockhausen fühlte sich nicht nur die lokale SED von ihm herausgefordert, als er etwa 1977 auf einem Gottesdienst-Plakat ankündigte, alte...

Aktuelles

Verbesserungen für Regimeopfer
Viel erreicht

Magdeburg (epd) – Johannes Beleites, seit April vergangenen Jahres neuer Beauftragter des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, rechnet künftig mit steigenden Beratungszahlen für DDR-Regimeopfer. Als Grund nannte er die Überarbeitung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze durch den Bundestag. Ende Januar hatte das Parlament zahlreiche Verbesserungen für Betroffene beschlossen. Bei der Vorstellung seines Tätigkeitsberichts für 2024 – der erste in seiner Amtszeit – sagte Beleites...

Blickpunkt

DDR-Volkskammerwahl 1990
Erfüllte Hoffnungen – Enttäuschte Erwartungen

Nein, es war kein Verhörer: In den 8-Uhr-Nachrichten meldete der Deutschlandfunk am 18. März: „Im Thüringer Landtag soll am Abend eine Feierstunde stattfinden, an der auch ehemalige Volkskammerabgeordnete teilnehmen werden.“ Und zwar gleich im Anschluss der Meldung der Würdigung der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. Offenbar war diese abendliche Feierstunde in Erfurt anlässlich der Volkskammerwahl 1990 eine Meldung wert, da sie die einzige in einem...

Blickpunkt

DDR-KIRCHENVERLUSTE # 43
Die verlorene St.-Katharinen-Kirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Sankt-Katharinen-Kirche zu Magdeburg – zeitweise hatte sie auch den Doppelnamen Sanct Catharina und Sanct Margaretha – war eine Kirche in Magdeburgs Altstadt. Sie brannte im Zweiten Weltkrieg 1944 aus und war...

Feuilleton

DDR-KIRCHENVERLUSTE # 35
Die Französisch-reformierte Kirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Französisch-reformierte Kirche Magdeburg  - auch Französische Kirche genannt - das Gotteshaus der gleichnamigen Kirchengemeinde, die mit den in Frankreich verfolgten, calvinistischen Christen in Magdeburg...

Blickpunkt

DDR-KIRCHENVERLUSTE # 31
Die verlorene Martinskirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Martinskirche war die neogotische Backsteinkirche in der Alten Neustadt von Magdeburg. Sie entstand zwischen 1898 und 1902 auf dem Dräseckeplatz, Ecke Salzwedeler Straße, als eigene Gemeindekirche für die bis...

Blickpunkt

DDR-KIRCHENVERLUSTE # 29
Die verlorene Heilig-Geist-Kirche Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Die Heilig-Geist-Kirche - auch Kirche Sankt Spiritus - war ein historisches Gotteshaus in Magdeburgs Altstadt. Es wurde 1959 gesprengt. Geschichte Es war in Magdeburg im Jahr 1214, als der Grundstein für den Bau der...

Blickpunkt

DDR-Kirchenverluste # 23
Die St.-Ulrich-und-Levin-Kirche in Magdeburg

In der DDR wurden bis 1988 rund 60 Kirchen auf staatlichen Druck gesprengt. Die wohl bekannteste von ihnen war die Paulinerkirche Leipzig – auch Universitätskirche St. Pauli genannt – im Jahr 1968. Die Serie erinnert an verlorene Sakralbauten in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Sie war Magdeburgs zweitälteste Pfarrkirche – und ein zentrales Wahrzeichen der Altstadt: die St.-Ulrich-und-Levin-Kirche, auch kurz Ulrichskirche genannt. Geschichte Um 1022 wurde Magdeburgs St.-Ulrichs-Gemeinde...

Aktuelles

Novellierung der Rehabilitierungsgesetze
"Gauck-Behörde" wichtigstes Symbol der Aufarbeitung

Weimar (G+H) - Den Beschluss des Bundestages, die Stasi-Akten bis Mitte 2021 in das Bundesarchiv zu überführen, hat die frühere Thüringer Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Hildigund Neubert, gegenüber "Glaube+Heimat" kritisiert. Sie bedauerte die Schließung der "Gauck-Behörde": "Sie war das wichtigste Symbol der Aufarbeitung und eine zuverlässige Quelle für die Aufdeckung vieler SED-Verbrechen." Das Thema werde damit in die Historizität abgedrängt. Im Zusammenhang mit der Novellierung der...

Glaube und Alltag

DDR-Unrecht Aufarbeiten
Die in der DDR verfolgten Schülern nicht vergessen

In den nächsten Wochen werden im Bundestag die Gesetze zur Rehabilitierung der Opfer der SED-Diktatur novelliert. Das Bundeskabinett hat dazu eine Gesetzesvorlage vorgelegt. Entgegen der Forderungen der ostdeutschen Länder und des Bundesrates wurden dabei die sogenannten "verfolgten Schülern" nicht berücksichtigt. Im Einigungsvertrag wurde jedoch beschlossen, dass aus der rechtliche Feststellung des Unrechts ("Rehabilitierung") ein Anspruch auf Ausgleichsleistungen resultiert. Dies ist...

Kirche vor Ort

SED-Vergangenheit: Neuer Landesbeauftragter für die Aufarbeitung gewählt
Kein Ein-Generationen-Projekt

Peter Wurschi ist Thüringens neuer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Landtag wählte den promovierten Sozialwissenschaftler Ende September in geheimer Abstimmung mit deutlicher Mehrheit. Auf den Kandidaten des rot-rot-grünen Regierungslagers entfielen 54 Ja-Stimmen bei 24 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Wurschi ist bislang als leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stiftung Ettersberg tätig. Der 44-Jährige übernimmt am 21. November das Amt von Christian...

Kirche vor Ort

SED-Unrecht und der Alltag von Christen in der DDR

Dialog: Thüringer Landesregierung lässt Betroffene zu Wort kommen – Aufarbeitung soll Legislatur überdauern Von Sabine Kuschel Sie wäre gern Ärztin geworden, wegen ihres christlichen Glaubens jedoch sei ihr in der DDR das Medizinstudium verwehrt geblieben. Regine Hoster wählte einen mittleren medizinischen Beruf. Sie gehört zu den in der DDR verfolgten Schülern und wünsche sich eine finanzielle Ausgleichszahlung für die Nachteile. Wäre sie Ärztin geworden, hätte sie mehr verdient und ihre Rente...

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.