Hasse

Beiträge zum Thema Hasse

AktuellesPremium

Taufe kreativ
Alles im Fluss

Demografischer Wandel und sinkende Kirchenbindung haben auch Einfluss auf die Taufen. Den drastisch sinkenden Zahlen begegnet man in der EKM kreativ: barfuß und mit einem neuen Zugang zum Patenamt. Von Edgar S. Hasse Pfarrerin Therese Roppel aus Stadtilm (Kirchenkreis Gotha) steht mit den Füßen im Wasser und trägt eine Albe. Vor ihr ein Mädchen in Badeschuhen, sie lässt sich in der Ilm von der Theologin taufen – wie elf weitere Menschen im Alter von zwei bis 40 Jahren. Auf dem...

  • 07.07.26
BlickpunktPremium

Yad Vashem plant Bildungszentrum in Deutschland
Ein Zeichen im Land der Täter

Dass die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Israels ausgerechnet in Deutschland ihre erste Bildungsstätte außerhalb des Landes errichten will, hat hohes symbolisches Gewicht. In Leipzig wird intensiv daran gearbeitet, die Voraussetzungen für ein Yad-Vashem- Bildungszentrum zu schaffen – in Konkurrenz zu anderen Bewerberstädten. Im Mittelpunkt stehen die Frage nach zeitgemäßer Erinnerungskultur und der Kampf gegen wachsenden Antisemitismus. Von Edgar Hasse Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis in...

  • 27.05.26
BlickpunktPremium

Kindertagesstätten in Bedrängnis
Ausgespielt

Die evangelischen Kitas in Mitteldeutschland blicken in eine ungewisse Zukunft. Grund dafür ist der drastische Geburtenrückgang und die dadurch gesunkenen Anmeldezahlen für einen Kita-Platz. Von Edgar S. Hasse Zum Ende vergangenen Jahres musste die Evangelische Kita Diakoniewerk in Halle ihren Betrieb einstellen. Die Einrichtung konnte nicht mehr wirtschaftlich arbeiten, weil die notwendige Kapazität von 76 Mädchen und Jungen mit lediglich 31 Kindern deutlich unterschritten wurde. Die...

  • 14.05.26
Service + FamiliePremium
Foto: Landesgartenschau/Christin Engel
2 Bilder

Landesgartenschau Thüringen
Vernunft ist wie Lavendel-Duft

Mehr als 80 000 Stauden, 1460 neu gepflanzte Bäume und eine Million Blumenzwiebeln verzaubern in diesen Frühlingstagen Leinefelde-Worbis in ein blühendes Paradies. Von Edgar S. Hasse Wo Lilien, Erdbeerpflanzen, Sauerampfer und Rosen um die Wette wachsen, sind neben versierten Gärtnern und Landschaftsexperten auch Kirchenleute präsent: Kurz nach dem offiziellen Start der Schau im katholisch geprägten Eichsfeld am 23. April steht ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst am 26. April mit...

  • 22.04.26
Feuilleton

Rezension
Praktische Hilfe für Kirchengemeinden

Das ist kein Buch für entspannte Stunden: Die Lektüre fordert heraus und geht zu Herzen. Aber die Publikation ist wichtig, weil sie mit dem Titel „Kirche gegen den Hass“ theologische und praktische Ansätze für Kirchengemeinden vermittelt. Von Edgar S. Hasse Ausgehend von der These, dass Gemeinden wichtige Orte seien, „um dem starken Rechtsruck in Gesellschaft, Kirche und Theologe entgegenzutreten“, können sich die Leser in mehr als 40 Beiträgen kundig machen. Dass es einen starken Rechtsruck in...

  • 20.04.26
FeuilletonPremium
Modellstatus: Die Bronze-Plastik soll im April 2027 wieder an alter Stelle stehen.  | Foto: Manfred Otto Taubert
2 Bilder

Denkmalpläne
Heinrich kehrt zurück

Gera: 1863 wurde auf dem Johannisplatz ein Denkmal für Heinrich Posthumus Reuß errichtet. Es wurde 1958 von der SED gegen den Willen der Bevölkerung beseitigt. Das bronzene Andenken an den Lutheraner soll nun wiedererrichtet werden. Von Edgar S. Hasse Heinrich Posthumus Reuß (1572 bis 1635), Herr von Gera, Osterstein und Ober-Kranichfeld – auch Heinrich der Jüngere Reuß von Plauen genannt, hatte alle weltlichen und geistlichen Dinge im Falle seines Ablebens geregelt. Auf einem Kupfersarg...

  • 01.03.26
Kirche vor OrtPremium

Von der EKM in die EKKW
Exodus gen Westen

Die Thüringische Kirchengemeinde Viernau will die Landeskirche verlassen. Welche Gründe es dafür gibt, und welche Perspektive die Kirchengemeinde hat. Von Edgar S. Hasse Viernau, am Südhang des Thüringer Waldes gelegen, war einst eine eigenständige Gemeinde. Die Menschen arbeiteten im Bergbau und gingen sonntags in die evangelische Johanniskirche. Auf kommunaler Ebene verlor der Ort mit seinen knapp 2000 Einwohnern im Jahr 2019 die Autonomie und wurde Teil von Steinbach-Hallenberg. Jetzt steht...

  • 22.01.26
Feuilleton

Kalenderblatt
Der Meister von Bayreuth

Als der Theaterkritiker Alfred Kerr im Jahr 1902 Bayreuth besuchte, besichtigte er auch die Dichterstube von Jean Paul. Ins Gästebuch schrieb er: „Vergessen dich die Deutschen heut? Du bist der Meister von Bayreuth!“ – Eine Anspielung auf die Wirkmächtigkeit Richard Wagners in der fränkischen Stadt. Der Eintrag hat von seiner Aussagekraft kaum etwas eingebüßt. Von Edgar S. Hasse Jean Paul, am 14. November 1825 in Bayreuth verstorben, ist weithin in Vergessenheit geraten. Dabei war der Pfarrers-...

  • 17.11.25
Feuilleton

Rezension
Suche nach Gewissheit

Polykarp, 69 n. Chr. geboren, kannte noch den Apostel Johannes persönlich. Er wurde zum Jesusnachfolger und starb den Märtyrertod. Ein römischer Beamter forderte ihn vor der Hinrichtung auf, Christus zu verfluchen, dann würde er ihn freilassen. Von Edgar S. Hasse Polykarp entgegnete: „Sechsundachtzig Jahre diene ich ihm, und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinem König und Erlöser lästern?“ Der Theologe und Sprachwissenschaftler Roland Werner widmet diesem frühen Christen in...

  • 29.09.25
Aktuelles

Familie
Agenten des Glaubens

 Welche Bedeutung hat die kleinste Zelle der Gesellschaft für die Weitergabe des christlichen Glaubens im Osten Deutschlands? Eine Studie an der Universität Halle gibt Antworten. Von Edgar S. Hasse Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertes Projekt an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle mit dem Titel „Christliche Religiosität in Ostdeutschland“ erkundet gegenwärtig, wie religiöse Wertbezüge in Familien entstehen und zwischen den Generationen...

  • 27.05.25
FeuilletonPremium

Zwölf Artikel
Monument der Freiheitsgeschichte

Im März 1525 berieten Bauernvertreter in Memmingen über einen Forderungskatalog. Als Flugschriften wurden die "Zwölf Artikel" und die "Memminger Bundesordnung" verbreitet. Von Edgar S. Hasse Die Bauern im 16. Jahrhundert stöhnten über die hohen Abgaben, die Fronarbeit für die Adligen, die Repressalien durch die Leibeigenschaft, die ihnen nicht einmal eine freie Heirat ermöglichte. Beflügelt von der reformatorischen Bewegung und dem christlichen Gebot der Nächstenliebe versammelten sich im März...

  • 21.04.25
Kirche vor OrtPremium

Kabinettausstellung
Zorn gegen weinendes Marienbild

Eine Sensation gelang den Archäologen im vergangenen Jahr in Allstedt (Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda): Sie konnten die Reste der am Gründonnerstag des Jahres 1524 zerstörten Mallerbacher Wallfahrtskapelle aus dem 12./13. Jahrhundert freilegen. Von Edgar S. Hasse Dazu zählten der Grundriss mit einer Länge von 17 Metern, das Altarfundament, Münzen, Pilgerzeichen, Dachziegel und verkohlte Holzstücke. Die Zerstörung dieser Kapelle mit ihrem Marienbild, das angeblich salzige Tränen weinte, gilt als...

  • 17.04.25
Eine WeltPremium
Die "Whalers Church" wurde 1913 mitten auf einer Insel im Südatlantik gebaut. In dem Gotteshaus gibt es bis heute eine Bibliothek, früher befand sich hier auch ein Kino. | Foto: Edgar S. Hasse
2 Bilder

Grytviken
Gotteshaus im Niemandsland

Einsame Insel mit Kirche: Auf "South Georgia" mitten in der Subantarktis zeugt die "Whalers Church" von der blutigen Vergangenheit. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier hunderttausende Wale gejagt. Auch ein Polarforscher ging in die Annalen der Kirche ein. Von Edgar S. Hasse Eine norwegische Holzkirche steht an einem der blutigsten Orte der Welt – in Grytviken. Mit spitzem Turm ragt das 1913 geweihte lutherische Gotteshaus vor der Kulisse 2000 Meter hoher Berge in den antarktischen Himmel....

  • 11.04.25
Aktuelles

Weihnachtlicher Blick auf das Universum
Stille Nacht?

Wenn der Himmel spricht, geschieht das mitunter ganz still. Das ist paradox. "Stille Nacht" wird nach "O du fröhliche" gesungen und die "stade", also stille Zeit des Jahres, kann manchmal ganz schön laut sein. Von Edgar S. Hasse Über dem Bergland glänzt der winterliche Sternenhimmel in schönster Pracht. Fernab von den Großstädten Erfurt, Halle, Magde-burg und Dessau leuchtet das Firmament, ohne dass der Menschen künstliches Licht die Milchstraße flutet. Wo tiefe Nacht herrscht wie auf den...

  • 24.12.24
FeuilletonPremium

Adventsserie Teil 4
„Kommt und lasst uns Christus ehren“

Das 1666 von Paul Gerhardt geschriebene Weihnachtslied ist eine freudvolle Aufforderung an die Gemeinde, Christus mit „Herz und Sinnen“ zu loben und ihm zu vertrauen. Es gibt Mut und Hoffnung auch in unserer krisenbelasteten Zeit. Von Edgar S. Hasse Paul Gerhardt (1607–1676), der berühmte evangelische Kirchenlieddichter, liebte es, möglichst viele Strophen für ein einzelnes Lied zu schreiben. „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ kommt auf 15, „Ich singe dir mit Herz und Mund“ auf 18 Strophen....

  • 22.12.24
AktuellesPremium

Adventslieder
Grammatik des Glaubens

Es ist ein Hymnus, der Emotionen weckt. „Nun komm, der Heiden Heiland“ (EG 4) fand bereits 1524 Eingang in das „Erfurter Enchiridion". Wenn es heute erklingt, dann wissen wir: Es beginnt die Adventszeit. Von Edgar S. Hasse Seit rund 1600 Jahren hallt dieser Hoffnungsruf am 1. Advent durch die Kirchen. Er überlebte den Untergang des Römischen Reiches, wurde in Kriegs- und Pandemiezeiten ebenso gesungen wie in glücklichen Tagen. Das älteste christliche Adventslied hebt sich wohlklingend von...

  • 28.11.24
BlickpunktPremium
Ohne Entgelt im Einsatz: Sie schmückt den Altar, zählt die Kollekte und übernimmt die Seniorenkreise. Im traditionellen Rollenverständnis ist die Pfarrfrau ein Multitalent – und die beste Unterstützung, die sich der Pfarrer wünschen kann. Heute setzt die Entwicklung in Kirche und Gesellschaft andere Prioritäten. Inzwischen gehört gelebte Vielfalt auch zum evangelischen Pfarrhaus. | Foto: epd-bild/Heike Lyding
2 Bilder

Ausgedient?
Abschied von der Pfarrfrau

Die Frau eines Pfarrers ist immer im Dienst. Sie steht ihrem Mann zur Seite, hilft und tut, wo sie nur kann – meist allein. Doch das Bild wandelt sich gerade. Von Edgar S. Hasse Das traditionelle Bild einer Pfarrfrau: Sie schmückt sonnabends den Altar, heizt am Sonntag in der Früh die Kirche, zählt die Kollekte, übernimmt Hausbesuche und empfängt rund um die Uhr Gemeindemitglieder im Pfarrhaus. Und zum jährlichen Gemeindefest rollt sie ein Bierfass über die Straße bis in den Pfarrgarten....

  • 20.09.24
AktuellesPremium

Jubiläum
Im Schatten einer großen Kirche

Wittenberg: Die Schlosskirchengemeinde feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Warum ab Mitte 2026 vieles anders werden soll. Von Edgar S. Hasse Mit einem schlichten Satz im Protokoll nahm die Geschichte einer Kirchengemeinde ihren Lauf, die eng mit einem weltkannten Bauwerk verknüpft ist: „Der Gemeindekirchenrat tritt zu seiner ersten Sitzung zusammen und konstituiert sich“, heißt es in dem Papier der GKR-Sitzung vom 5. September 1949. So unspektakulär wurde die Schlosskirchengemeinde Wittenberg vor...

  • 21.08.24
BlickpunktPremium

Prädikanten
Ehrenamtliche Pfarrer

Im September beginnt wieder ein neuer Kurs beim Kirchlichen Fernunterricht (KFU) in Neudietendorf. Unser Autor stellt einige Absolventen vor. Von Edgar S. Hasse Erik Förster ist im Hauptberuf wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena, Andreas Bechert aus Gräfenhainichen im Verlagswesen, der Öffentlichkeitsarbeit und Web-Design tätig, und Peter Damm arbeitet im Harz als Rechtspfleger. Diese drei Männer stehen sonntags neben ihrem regulären Beruf häufig auf der Kanzel,...

  • 02.08.24
AktuellesPremium

Fluchtgrund Religion
Klein-Versailles an der Werra

Bis zu 200 000 französische Protestanten flohen zwischen 1685 und 1705 auf riskanten Wegen aus dem Land, um ihrem reformierten Glauben treu zu bleiben. Das Gelobte Land lag für sie unter anderem in Hildburghausen. Von Edgar S. Hasse Während Christen heute besonders schlimm in Nordkorea, Somalia und Libyen verfolgt werden, erfasste eine Diskriminierungswelle die Protestanten in Frankreich unter der Herrschaft des Sonnenkönigs Ludwig XIV. (1638–1715). „Une foi, une loi, un roi“ (ein Glaube, ein...

  • 31.07.24
  • 1
AktuellesPremium

Posaunentag
Heiligs Blechle geht vor Anker

Wenn sich in der kommenden Woche Mitglieder von mehr als 1500 Posaunenchören aus ganz Deutschland auf den Weg nach Hamburg machen, werden sie am Ziel ihrer Reise zwei typisch norddeutsche Worte hören; „Moin“ und „mittenmang“. Von Edgar S. Hasse Moin“ ist eine ursprünglich ostfriesische Form der Begrüßung, die zu jeder Tages- und Nachtzeit gebräuchlich ist. Auch die 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) müssen sich darauf...

  • 24.04.24

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.