Polen: So wenig Kirchgänger wie nie

Warschau (epd) – In Polen hat die Zahl der katholischen Messebesucher einen neuen Tiefpunkt erreicht. 2016 besuchte sonntags nur noch rund jeder dritte polnische Katholik (37,6 Prozent) die Kirche, wie das Institut für Statistik der Katholischen Kirche in Polen bekanntgab. Dies sei der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahre 1980. Polen gilt als einer der am stärksten katholisch geprägten Staaten Europas. Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung beträgt nach Angaben der Kirchenzeitung »Gosc« 98,8 Prozent. Als Gründe für den Besucherschwund nennen Kirchenvertreter oft einen neuen Lebensstil der Polen. Doch weitere Ursachen kommen in Betracht: In einer Umfrage gaben Ende 2016 immerhin
48 Prozent der Befragten an, das Verhältnis zwischen Kirche und Regierungspartei sei zu eng.

Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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