Welterbestatus von Quedlinburg wird überprüft
Unesco schaut genauer hin
- Weltkulturerbe Quedlinburg: Fachwerk wohin man schaut.
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Seit 1994 steht Quedlinburg auf der Unesco-Welterbeliste. Das beschert der Stadt Interesse von Besuchern aus aller Welt. Doch ein Bauprojekt könnte zum Verlust des Titels führen.
Von Thomas Nawrath
- Stiftsberg von Quedlinburg (im Vordergrund). 5 Kilometer entfernt sollen das neue Industriegebiet und die Windenergieanlagen errichtet werden.
- Foto: epd-bild/Steffen Schellhorn
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Quedlinburg. Der Welterbetitel der Stadt Quedlinburg soll überprüft werden. Das zuständige Unesco-Welterbezentrum in Paris habe über das Auswärtige Amt in Berlin um Informationen zum Bauvorhaben „Zukunftsprojekt Morgenrot“ in der Stadt gebeten, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Die historische Altstadt mit ihren etwa 2.100 Fachwerkhäusern und die romanische Stiftskirche wurden 1994 auf die Welterbeliste aufgenommen. Dies beschert der Stadt im Harz seitdem Besucher aus aller Welt.
„Wir sind in unseren Planungen weit fortgeschritten und kommen jetzt der Bitte aus Paris nach“, erklärte die stellvertretende Oberbürgermeisterin Kerstin Frommert. So habe die Stadt im Frühjahr ein Gutachten zur Kulturerbeverträglichkeit der geplanten Großinvestition vorgestellt. Nun würden alle Unterlagen in die Unesco-Amtssprache Englisch übersetzt, hieß es. In den kommenden Tagen würden sie an die Staatskanzlei in Magdeburg und über das Auswärtige Amt nach Paris geschickt.
Millionenprojekt für Industrie und Erneuerbare Energien
- Symbolbild: Windkraftanlagen und Photovoltaik möchte ein Investor entlang der Autobahn bei Quedlinburg errichten. Die Unesco prüft nun, ob der Welterbe-Status dann gefährdet wäre.
- Foto: epd-bild/Detlef Heese
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Beim Projekt „Morgenröte“ handelt es sich um ein industrielles Bauprojekt, das den Planungen zufolge für rund 1.000 Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen von etwa 5 bis 10 Millionen Euro pro Jahr sorgen soll.
Neben einem Industriepark mit rund 350 Hektar Größe seien etwa 130 Hektar Flächen für Photovoltaik, 14 moderne Windkraftanlagen sowie ein Batteriespeicher an der Autobahn 36 geplant. Die Entfernung zum Stiftsberg betrage etwa fünf Kilometer. Hauptkritikpunkt dürften die bis zu 260 Meter hohen Windkraftanlagen sein.
epd
Autor:Online-Redaktion |

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