Glaube versus Ratio
Wunder gehören aufs Treppchen
- Rosenwunder: Elisabeth von Thüringen, so besagt es die Legende, soll heimlich Brot zu den Armen gebracht haben. Als sie von ihrem Mann, Landgraf Ludwig, ertappt wird, verwandelt sich das Brot in einen Korb voller Rosen. Zu sehen ist die Szene auf den Fresken Moritz von Schwinds in der Elisabethgalerie auf der Wartburg.
- Foto: Wartburg-Stiftung Fotothek/Rainer Salzmann
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Wunder und Wissen: Was wie ein offenkundiger Widerspruch scheint, muss keiner sein. Warum auch in einer von wissenschaftlichen Erkenntnissen durchdrungenen Zeit das Eingreifen Gottes in die Welt nicht auszuschließen ist.
Von Joachim Liebig
„Wunder gibt es immer wieder“ sang 1970 Katja Ebstein. Zweifellos kennen viele Menschen die Hoffnung auf ein Wunder immer dann, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind: Keine Therapie hält die Krankheit noch auf – nur ein Wunder kann Heilung bringen. Die Schulden sind nicht mehr abzutragen – nur ein wunderbarer Lottogewinn könnte helfen. Vermutlich gehört es zu uns Menschen, jenseits allen Verstandes und jeder Gewissheit auf eine andere Dimension der Realität zu hoffen, wenn die täglich greifbare unerträglich zu werden droht.
Autor:Online-Redaktion |
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