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Forschungsprojekt: Digitalisierung des Religionsunterrichts

Von Daniel Staffen-Quandt

Während es in naturwissenschaftlichen Fächern längst Standard ist, manchmal auch mit Tablet & Co. zu arbeiten, denkt beim Religionsunterricht erst einmal kaum jemand an digitale Medien. Evangelische Theologen der Uni Würzburg wollen das ändern.
»Wenn man lebensweltorientiert arbeitet, gehören digitale Medien mit ins Klassenzimmer.«, sagt Jens Palkowitsch-Kühl. Er leitet ein Forschungsprojekt am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik, das sich dem Thema »Digitalisierung des Religionsunterrichts« widmet.
Das Projekt fragt zum einen nach der Methodik: Wie können digitale Medien sinnvoll im Religionsunterricht eingesetzt werden? Zum anderen wollen die Wissenschaftler wissen, wie die Lehrkräfte geschult werden müssen, um digitale Inhalte und technische Geräte im Unterricht einsetzen zu können. Und es geht darum, wie Religion und Kirche digitale Medien nutzen.
Im ersten Schritt erstellen Palkowitsch-Kühl und seine Kollegen erst einmal selbst digitale Inhalte – konkret: ein interaktives E-Book für eine Unterrichtssequenz, also etwa acht bis zehn Stunden Unterricht. Das ist deshalb nötig, weil es auf dem Buchmarkt bisher so gut wie keine digitalen Bücher oder andere Angebote für den Religionsunterricht gibt. Die Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen.
Wenn die Materialien erstellt sind, werden sie an Schulen getestet. Im Idealfall sind sie interaktiv und können nach Baukasten-System vom Lehrer eingesetzt werden. »Man pickt sich das heraus, was man für gut und sinnvoll hält und was zu den eigenen Schülern passt«, erklärt Doktorand Palkowitsch-Kühl. Das heißt konkret: Aktuell kopiert sich die Lehrkraft eben das eine oder andere Arbeitsblatt, zukünftig stellt sie den Schülern verschiedene Lernmodule digital zur Verfügung. Erstellt werden die Test-Inhalte von multireligiösen Teams, also nicht nur von Wissenschaftlern mit evangelischem Hintergrund, sondern auch von Katholiken, Muslimen und Juden.
Projektleiter Palkowitsch-Kühl sagt, es sei seinen Erkenntnissen zufolge keine Frage des Alters, ob ein Lehrer einen Zugang zu digitalen Medien und Lerninhalten hat oder nicht. »Den kreativen Umgang mit solchen Medien als Lehr- und Lernmaterial muss man lernen, das muss in Zukunft Teil der Lehrerausbildung werden.«, sagt Palkowitsch-Kühl.
(epd)

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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