Kirchen fordern Stopp der Rüstungsausfuhren

Berlin (epd) – Die beiden großen Kirchen werfen der Bundesregierung vor, die humanitäre Katastrophe im Jemen durch Rüstungsexporte zu verschärfen. »Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt«, sagte der evangelische Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Martin Dutzmann, bei der Vorstellung des Rüstungsexportberichts.
Auf scharfe Kritik stoßen vor allem die Waffenexporte an Saudi-Arabien. Zwischen Januar 2014 und April 2017 hatten die Exporte nach Saudi-Arabien den Angaben nach einen Umfang in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Patrouillenboote und Komponenten für Tornado- und Eurofighter-Kampfflugzeuge. Dutzmann sagte, saudische Patrouillenboote hätten Seehäfen blockiert und damit zivile Hilfslieferungen in den Jemen gestoppt.
Die Kirchenvertreter fordern den Stopp der Rüstungsausfuhren nach Saudi-Arabien sowie ein Ende der Exporte nach Ägypten, Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate oder Algerien.

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