Auch das noch: In all der Hektik Gott empfangen

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.
Jesaja 40, Verse 3 und 10


Von Bettina Reinefeld-Wiegel, Pastorin in Weimar

Advent – das bedeutet: Gott kommt zu mir! Dieser Spruch für die neue Woche in diesem Advent ist für mich wie ein Stolperstein. Hoppla, was gilt denn jetzt? Kommt Gott zu mir oder was muss ich tun, um Gott nahe zu sein? Im Laufe des Jahres stelle ich mir diese Frage immer wieder. Aber jetzt, gerade im Advent, kommt mir immer wieder die Botschaft zu Ohren, dass Gott mir auf besondere Weise nahe ist.
Dieses Wort des Propheten Jesaja ist eine Aufmunterung an uns Menschen: Bereitet dem Herrn den Weg! Da frage ich mich, wie mir das gelingt. Ich spüre einen hohen Anspruch. Ob ich dem gerecht werden kann? Ich gehe durch den Alltag mit vielen Terminen im Kalender und vielem, was ich noch nicht erledigt habe, weil ich es zeitlich einfach nicht geschafft habe. Und jetzt soll ich dem Herrn auch noch den Weg bereiten! Bin ich dazu überhaupt in der Lage oder ist das eine viel zu hohe Anforderung?
Gott kommt zu mir! Gott ist mir nahe! Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass durch die Begegnung mit anderen Frauen, Männern und Kindern Gott auf besondere Weise präsent ist. Zum Beispiel dann, wenn ich in ein interessantes Gespräch verwickelt werde. Wir reden über Gott und die Welt – dann ist Gott nahe. Oder, wenn ich jemandem einen kleinen Gefallen tun konnte – dann ist Gott nahe. Wenn Türen aufgeschlossen werden, damit sich Menschen begegnen können – dann ist Gott nahe. Wenn sich Frauen oder Männer zur Taufe entscheiden, wenn sie ihren Glauben wechseln, weil ihnen das jetzt wichtig ist, in dieser Kultur zu leben und mit ihr vertraut zu sein – dann ist Gott nahe. Wenn Frauen, Männer und Kinder ein Krippenspiel einüben, um es am Heiligen Abend aufzuführen – dann ist Gott nahe. Dann öffnen sich verschlossene Türen. Jesus hat einmal gesagt: Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden. (Johannes 10,9)
Ich glaube, wir können dem Herrn den Weg bereiten und machen dabei eindrückliche Erfahrungen. Ich wünsche Ihnen gesegnete Wege, auf denen Sie Gott spüren.

Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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