Birkenmeier

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Zur Geschichte der Lutherbibel
Luther macht Druck

500 Jahre Bibelübersetzung: Mit einem Wettlauf gegen die Zeit begann die Geschichte der Lutherbibel. Von Jochen Birkenmeier Martin Luther konnte es kaum erwarten: „Beschaff mir ein Quartier, denn die Übersetzungsarbeit drängt mich, zu Euch zurückzukehren!“, schrieb er am 14. Januar 1522 von seinem Exil auf der Wartburg an Philipp Melanchthon in Wittenberg. Die Übertragung des Neuen Testaments war zu diesem Zeitpunkt schon weit vorangeschritten, aber es drängte ihn, die gesamte Bibel in Angriff...

  • 21.02.22
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Aktuelles
Weltereignis: Vor 500 Jahren begann Martin Luther mit der Bibelübersetzung auf der Wartburg bei Eisenach.
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Die Grundlage der deutschen Schriftsprache
Ein Buch verändert die Welt

Von der Weihnachtspostille zum Septembertestament – Vor 500 Jahren begann Martin Luther mit der Übersetzung der Bibel. Von Jochen Birkenmeier Als der Schriftsteller Senthuran Varatharajah jüngst von der Wartburg zurückkehrte, wo er sich in den Fußstapfen Martin Luthers auf eine mehrwöchige Zwiesprache mit der Lutherbibel eingelassen hatte, staunte er rückblickend über die „Masse an Himmel“, die ihn auf der Burg umgeben und „jedes Mal sprachlos gemacht“ habe. Auch Luther wähnte sich 1521, hoch...

  • Eisenach-Gerstungen
  • 09.12.21
  • 144× gelesen
Kirche vor Ort
 Jörg Rumpf (v.l.), Cornelia Biesecke (Ev. Luth. Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen), Kulturdezernent Ingo Wachtmeister, Dr. Jochen Birkenmeier (Lutherhaus)

Martinstag in Eisenach
Mauern und Licht

Eisenach (red) - Auch in diesem Jahr wird am 10. November zu Ehren des Heiligen Martin von Tours und Martin Luthers gefeiert. „Der Martinstag ist eine schöne Tradition, es ist nichts Aufgesetztes, sonders es passiert einfach. Das macht Freude und öffnet die Herzen, wir kommen zusammen und feiern gemeinsam diesen Tag in Eisenach“, sagte Ingo Wachtmeister. Los geht es um 10 Uhr mit einem Sonntags-Gottesdienst in der Georgenkirche. Im Anschluss wird um 11:30 Uhr der Martinsmarkt auf dem Eisenacher...

  • Eisenach-Gerstungen
  • 30.10.19
  • 126× gelesen
Aktuelles
An der Eisenacher Georgenkirche hing dieses Schild, wenn kein traditioneller Gottesdienst gefeiert wurde. Das Gesangbuch „Großer Gott wir loben dich“ entstand unter Mitarbeit eines Arbeitskreises des Entjudungsintituts. Jüdische Namen und jüdische Begriffe wie „Halleluja“ oder „Hosianna“ wurden aus den Texten entfernt, Lieder "nicht-arischer" Dichter aussortiert. Nur 4,4 Prozent des Liedbestands früherer Gesangbücher blieb unverändert.
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Ausstellung zum Entjudungsinstitut
Es wird dunkel

Die neue Sonderausstellung des Eisenacher Lutherhauses beleuchtet das "Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben". Von Mirjam Petermann Die Dunkelheit dieses wenig rühmlichen Kapitels evangelischer Kirchengeschichte wird in der Ausstellung praktisch erlebbar: Schwarze Wände und neongelbe Schautafeln, keine direkte Beleuchtung, nur aus dem Hintergrund werden die Schaukästen beleuchtet. Doch das bedrückende Gefühl kommt weniger von der...

  • Eisenach-Gerstungen
  • 18.09.19
  • 174× gelesen
  • 1
BlickpunktPremium
Dunkle Vergangenheit: In der April-Ausgabe der Kirchenzeitung 1939 wird über das Kirchengesetz zur "Entjudung der Kirche" berichtet. "Inzwischen ist dasselbe Gesetz auch von den Ev. Kirchen für Anhalt und von der Ev.-luth. Kirche Sachsens in Kraft gesetzt worden", heißt es da.

Lange Schatten

Von Jochen Birkenmeier Die Rechtsnachfolgerinnen der damals beteiligten elf Landeskirchen werden 80 Jahre später, am 6. Mai 2019, ein Mahnmal in der Eisenacher Bornstraße enthüllen: Es soll nicht nur an das Wirken des „Entjudungsinstituts“ und den Irrweg der Kirche während der NS-Zeit erinnern, sondern auch die Opfer von kirchlichem Judenhass dauerhaft würdigen. Es wird zugleich eine stille Anerkennung jener sein, die sich – insbesondere seit den 1980er-Jahren – um die Aufarbeitung dieses...

  • 06.05.19
  • 68× gelesen
Kirche vor Ort
Wissenschaftliche Aufarbeitung: (v. l.) Professor Christopher Spehr, Alexandra Husemeyer (Lutherhaus), Landesbischöfin Ilse Junkermann und Jochen Birkenmeier

Mahnmal erinnert künftig an »Entjudungsinstitut«
Dunkle Kirchengeschichte

In Eisenach soll künftig ein Mahnmal an das sogenannte Entjudungsinstitut erinnern. Es soll 80 Jahre nach seiner Gründung am 6. Mai etwa 100 Meter unterhalb des früheren Institutsgebäudes, das an einem steilen Stieg liegt, in der Wartburgstadt eingeweiht werden, kündigte Landesbischöfin Ilse Junkermann an. Von der Verlegung verspreche man sich eine bessere öffentliche Wahrnehmung, erklärte sie. Der Standort des Mahnmals befindet sich ungefähr fünf Minuten Fußweg entfernt vom Geburtshaus des...

  • 05.05.19
  • 345× gelesen
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