Dietrich Bonhoeffer
Gedenken an die Ermordung

Die Erinnerungsstätte für Dietrich Bonhoeffer, Ludwig Gehre und Friedrich von Rabenau in Buchenwald | Foto: Claus Bach
  • Die Erinnerungsstätte für Dietrich Bonhoeffer, Ludwig Gehre und Friedrich von Rabenau in Buchenwald
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Am 9. April, dem Todestag von Dietrich Bonhoeffer, wird in Weimar zum Gedenken an den Theologen und Widerstandskämpfer eingeladen. Um 16.30 Uhr beginnt eine Feierstunde mit Texten und Musik in der Gedenkstätte Buchenwald. Um 19 Uhr schließt ich im Gemeindehaus der Kreuzkirche ein Gemeindeabend zum Thema „Dietrich Bonhoeffer im Kreise der Familie“ an.

Ein Häftlingstransport von Berlin nach Flossenbürg in Bayern hatte im Frühjahr 1945 für etwa sechs Wochen in Buchenwald Station gemacht. Gemeinsam mit weiteren Mithäftlingen wurde dort im Keller einer SS-Kaserne auch Dietrich Bonhoeffer gefangen gehalten. Die Gemäuer dieser ehemaligen Arrestzellen sind seit einigen Jahren wieder sichtbar. An der dortigen Gedenktafel werden am 9. April Bonhoeffer-Texte gelesen, für die musikalische Umrahmung sorgt eine Bläsergruppe, und im Namen der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft wird ein Blumengebinde niedergelegt. Der Gedenkort befindet sich etwas außerhalb des Lagers Buchenwald, 150 Meter vom Parkplatz entfernt an der Straße nach Hottelstedt.

Zum Gemeindeabend „Dietrich Bonhoeffer im Kreise der Familie“ im Gemeindehaus der Kreuzkirche liest Pfarrer i.R. Martin Rambow aus den Erinnerungen von Dietrich Bonhoeffers jüngster Schwester Susanne Dreß („Aus dem Leben der Familie Bonhoeffer“) und seines Vaters Karl Bonhoeffer („Silvester-Tagebuch“). Ergänzt werden die Auszüge durch Fotos der Familie.

„Die meisten Familienmitglieder der Bonhoeffer-Familie standen und stehen bis heute im Schatten des berühmten Theologen und Widerständlers Dietrich. Erst in jüngster Zeit geben Veröffentlichungen neue Einblicke in diese Familie, aus der mehrere Widerständler stammten, und die wie kaum eine andere Familie zahlreiche Mitglieder durch Todesurteile der Nazi-
Justiz verlor“, sagt Pfarrer i.R. Martin Rambow, der das Gedenken mit organisiert.

Hintergrund: Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten und trat für die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen ein. Als Mitarbeiter der Bekennenden Kirche wurde er zu einem führenden Theologen der kirchlichen Oppositionsbewegung. Er war zwei Monate im KZ Buchenwald inhaftiert. Die SS ermordete Dietrich Bonhoeffer am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg. Die Erinnerungsstätte in Buchenwald ist seit 2014 wieder hergestellt und mit einer Gedenktafel ergänzt.

Die Termine im Überblick:
9. April (Do), Weimar
16.30 Uhr, Gedenkstätte Buchenwald, Gedenken am Todestag von Dietrich Bonhoeffer
19 Uhr, Gemeindehaus der Kreuzkirche, Gemeindeabend „Dietrich Bonhoeffer im Kreise der Familie“

Autor:

susanne sobko

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