Hölderlin

Beiträge zum Thema Hölderlin

Feuilleton

DA ICH EIN KNABE WAR
RETTET’ EIN GOTT MICH OFT

Als Friedrich Hölderlin im Herbst 1796 den Neckarraum verlässt und nach Frankfurt wandert, trug er wenig Gepäck bei sich, aber eine gefährliche Mischung im Innern: klassische Bildung, schwäbische Innigkeit, philosophische Glut – und eine Empfindsamkeit, die nicht auf Anpassung, sondern auf Durchbruch zielt. Der junge Dichter betritt nun das Haus des Bankiers Gontard, nicht nur als freier Geist, sondern auch als Hauslehrer. Äußerlich vielleicht eher eine demütigende Stellung, innerlich jedoch...

Glaube und Alltag
Barbara mit dem Turm / Margarete mit dem Wurm / Katharina mit dem Radl / das sind die heiligen drei Madl
2 Bilder

Krankheit als Steigerung
Wunder aus Verlegenheit

Es ist ein Irrtum unserer spätmodernen Ratio, dass sie meint, die Wahrheit sei an die Faktizität so gebunden, wie das Auge an die Netzhaut. Das, was wahr ist, so glaubt sie, sei identisch mit dem, was geschah. Und was nicht geschehen sei, könne auch nicht wahr sein. Diesen Irrtum freilich pflegt die alte Kirche mit dem Gleichmut einer Jahrtausende alten Matrone zu belächeln – nicht aus Arroganz, sondern aus einer Art wissender Milde. Denn sie kennt das Andere der Geschichte, das, was nie...

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Dichtergeburtstag
Des Himmels Blüte

Am 20. März jährt sich zum 250. Mal der Geburtstag Friedrich Hölderlins. Der Schriftsteller Jan Kuhlbrodt erinnert sich an seine erste Begegnung mit ihm. Häufig denke ich über erste Begegnungen nach, wenn etwas aufgrund eines Jahrestages in die Aktualität dringt. Wobei man sagen muss, dass zumindest der Name Hölderlin, seit er mich in der Jugend traf, sich nicht mehr im Unbestimmten verlor, höchstens die Intensität seiner Anwesenheit schwankte. Sätze wie: »So kam ich unter die Deutschen. Ich...

  • 19.03.20

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