Studientag
Christlichen Tradition von Gewalt und Hoffnung
- Michelangelo Merisi da Caravaggio - Die Opferung Isaaks
- Foto: Michelangelo Merisi da Caravaggio, gemeinfrei
- hochgeladen von susanne sobko
Ein Studientag an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 21. Januar beschäftigt sich mit dem Thema „Zur Gewalt verdammt?“. Die Frage, warum „alle den Frieden anstreben“ (Augustinus) und dennoch Kriege führen“, wird aus biblischer, kirchenhistorischer und interreligiöser Perspektive beleuchtet. Neben Vorträgen über den Umgang der christlichen Tradition mit Gewalt und Hoffnung werden Workshops angeboten, die praktische
Fragen für Predigt und Unterricht behandeln. Abschließend um 18 Uhr diskutiert ein interreligiös besetztes Podium über religiöse Wege zum Widerstehen gegen Gewalt, unter anderem mit Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).
Die Teilnahme an dem Studientag ist kostenfrei, die Plätze sind jedoch begrenzt. Anmeldung: systematik.ethik.jcrs@uni-jena.de.
„Sind wir verdammt zur Gewalt? - so fragt sich mancher Zeitgenosse, der mit der täglichen Realität von Gewalt konfrontiert ist. Für unsere Gegenwart scheint Gewalt in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, militärisch, politisch oder strukturell unausweichlich, ja, sie scheint einen traurigen Teil unserer Realität und unseres Menschseins darzustellen“, begründet Prof. Michael Wermke, Dekan der Fakultät, das Thema. Der Studientag setze sich mit Gewalt und Gewalterfahrungen auseinander und gehe dabei auf biblische und (kirchen)historische Spurensuche. Im Mittelpunkt stehe die Frage: Wie überliefert unsere christliche Tradition Gewalt, welche Gegenbilder und Hoffnungsmomente finden sich aber auch?
Nach Vorträgen am Vormittag schließen sich am Nachmittag konkrete Workshops an, die etwa unter dem Motto „Dunkle Seiten Gottes“ den Umgang mit gewaltvollen biblischen Texten in Predigt oder Religionsunterricht in den Blick nehmen. Der Studientag wird durch eine interreligiöse Podiumsdiskussion beschlossen, die auch nach religiösen Ressourcen zum Gewalt-Widerstehen fragt.
Weitere Informationen im Internet: https://www.uni-jena.de/375518/zur-gewalt-verdammt
Der Termin im Überblick:
21. Januar, 9-21 Uhr, Jena, Rosensäle, Großer Saal
Studientag zum Thema „Zur Gewalt verdammt?“ an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Autor:susanne sobko |
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