Zu Gast bei den Benediktinern in Memleben
Altes Kloster neu belebt
- Foto: Foto: Thomas Nawrath
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Kloster und Kaiserpfalz Memleben an der Unstrut gerhören heutzutage zu den etwas versteckeren Reisezielen der Saale-Unstrut-Weinregion. Doch vor tausend Jahren war das Benediktinerkloster kurz davor, zu einem der Zentren im mittelalterlichen Reich der Ottonen-Kaiser zu werden.
Von Thomas Nawrath
Memleben. Das historische Gotteshaus hatte im 10. Jahrhundert als Sterbe- und Memorialort von König Heinrich I. (gest. 936) und Kaiser Otto II. (gest. 973) bereits große Bedeutung für die Menschen im Herzogtum Sachsen. Doch Kaiser Otto II. wollte hier etwas Großes errichten - Schenkungsurkunden und Funde der Archäologen bestätigen dies.
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Anfänge einer neuen Stadt
Demnach hatte die Klosterkirche die Ausmaße, wie der ottonische Dom zu Magdeburg. Zudem wissen die Archäologen zu berichten, dass auf der nahe gelegenen Altenburg bei Nebra wohl eine regelrechte Stadt errichtet werden sollte, eingefasst von einer ursprünglich wohl fünf Meter hohen und über 900 Meter langen Mörtelmauer. Nahe dem Ort, wo sein Vater und sein Großvater verstorben waren. Doch die Pläne blieben in den Anfängen stecken und wurden nach dem frühen Tod des Kaisers im Jahre 983 offenbar aufgegeben.
Belebung für ein altes Kloster
Die Ruine der Klosterkirche ist heute Museum. Doch seit einigen Jahren kommen im Sommer Benediktinermönche aus der Abtei Münsterschwarzach (Bayern), um das altehrwürdige Memleber Kloster für kurze Zeit zum Leben zu erwecken.
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Besucher können sich von den Mönchen durch das Kloster führen lassen, gemeinsam in der Krypta Andacht halten, ein Mahl nach benediktischen Regeln einnehmen oder einfach ins Gespräch kommen. Ein paar Tage wie im Mittelalter.
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Darüber hinaus lädt das Museum mit seinen Ausstellungen, dem Klostergarten, dem Café im alten Refektorium oder Workshops im Bildungszentrum dies Besucher aus Nah und Fern ein. Auch bei Schulklassen ist dieser Blick in die Geschichte unserer Vorfahren beliebt. Und die Forschungsgrabungen der Archäologen fördern immer wieder neue Erkenntnisse zutage, die auch das Museum in Memleben bereichern.
Autor:Thomas Nawrath |
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