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Angriff auf die Kirche

Von Thomas Nawrath

In sieben Monaten wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Die als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte AfD liegt in Umfragen bei 39 Prozent. Bliebe es so, dürfte sie erstmals in Regierungsverantwortung kommen.
Ihr bekannt gewordenes „Regierungsprogramm“ fordert eine 180-Grad-Wende in der Migrationspolitik. Zugleich wird gedroht: Wir „greifen die Kirchensteuerkirchen an“. Es klingt wie Krieg, und ist genauso gemeint, macht Spitzenkandidat und TikTok-Star Ulrich Siegmund deutlich.
Der AfD ist egal, was Diakonie und Kirchen im Sozialen oder beim Erhalt von historischen Bauwerken leisten. Gerade der Einsatz für Flüchtlinge ist ihren Politikern ein Dorn im Auge. Statt das Gespräch mit Kirchen und Diakonie zu suchen, sagt die Rechtsaußenpartei ihnen unverblümt den Kampf an. Dazu sollen die Staatsleistungen gestrichen werden, der Kirchensteuereinzug ebenso. Nach eigener Aussage wäre manche Kirche dann binnen eines Jahres „pleite“.
Andererseits werden „Freikirchen, Baptistengemeinden und orthodoxe Kirchen“ gelobt. Bräuchte es von denen nicht Worte der Klarstellung? Oder stehen sie der AfD näher, als bisher bekannt?
Wer so spaltet wie die AfD, sollte nicht in Regierungsverantwortung kommen. Hoffentlich verstehen das auch die Wähler rechtzeitig.
In Sachsen-Anhalt setzen Diakonie und Landeskirche auf Gespräche und Aufklärung des mündigen Bürgers. Projekte wie „Friedensreiter“ und die Kampagne „Herz statt Hetze“ sind geplant. Und trotz des Drucks der AfD wollen sie nicht vom Einsatz für die Schwachen und Verfolgten lassen. Menschlichkeit und Jesus gemäße Hilfe bleiben ihr Maßstab. Gut so!

Frontalangriff auf die Kirchen
Autor:

Thomas Nawrath

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